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Wilhelm Gerlach hatte zwei Gründe zum Feiern

Wilhelm Gerlach hatte zwei Gründe zum Feiern

Wilhelm Gerlach wurde am 10. April 1965 zum Priester geweiht. In Erfurtshausen hat er sich immer zu Hause gefühlt. Dort wurde am Ostermontag das seltene goldene Priesterjubiläum gefeiert.

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Pfarrer Wilhelm Gerlach (Mitte) feierte mit seinen Amtskollegen Pater Lucjan (von links), Günter Wondrak, Diakon Wilfried Jockel, Diakon Gerhard Jungmann, Pfarrer Hans-Ludwig Schmank, Diakon Paul Lang und Pfarrer Peter Martin Schmidt das Priesterjubiläum.

Quelle: Karin Waldhüter

Erfurtshausen. Dank, Wertschätzung und Herzlichkeit erlebte Pfarrer Wilhelm Gerlach anlässlich der Feierlichkeiten zu seiner goldenen Primiz in Erfurtshausen. Sowohl von Gläubigen aus seiner Heimat als auch aus Momberg, wo er von 1974 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2008 tätig war. Neben Angehörigen und Verwandten kamen auch zahlreiche Amtskollegen, um den Dankgottesdienst mitzufeiern.

In Begleitung des Musikvereins Erfurtshausen war Pfarrer Gerlach zum Dankgottesdienst am Pfarrhaus abgeholt und in einer Prozession zur Kirche begleitet worden. Während der Begrüßung betonte er gegenüber den Gläubigen in der gut gefüllten Pfarrkirche St. Michael, dass mit der Vollendung der Kirchenrenovierung und dem seltenen Ereignis des 50-jährigen Priesterjubiläums gleich zwei Anlässe zu feiern seien.

Jugendchor aus Momberg sorgte für feierlichen Rahmen

Im Gedenken an alle Verstorbenen, die bei der Primiz-Feier dabei gewesen waren, und für alle Lebenden entzündete Rosi Linne, wie schon vor 50 Jahren, in einem feierlichen Akt erneut die Primiz-Kerze, die vor dem Altar aufgestellt worden war.

Die Beiträge des Jugendchors aus Momberg (unter der Leitung von Wilfried Tschuppik), des Musikvereins Erfurtshausen, des Singkreises Erfurtshausen und von Lena Lauer sorgten für eine besonders festliche Umrahmung des Gottesdienstes. Vor allem das jubilierende „Halleluja“ des Jugendchors zauberte ein Lächeln auf das Gesicht des 77-Jährigen. „Wenn in Momberg die Vesper gesungen war, haben wir schon immer nachgeschaut, ob noch alle Fenster heil waren“, erinnerte sich Gerlach lächelnd und mit Blick auf den stimmgewaltigen Beitrag der rund 40 Sänger.

Das Licht zum Leuchten bringen

Stefanie Mengel vom Pfarrgemeinderat und Torsten Preis, Norbert Fritsch und Norbert Baumgarten vom Verwaltungsrat stellten die Legende von der Verkündigung des Lichts an den Anfang der Predigt. Als Weihekollege ging Pfarrer Hans-Ludwig Schmank auf die Worte ein. „Das Licht zum Leuchten zu bringen und sich selbst zurückhalten, so hat es der Jubilar gemacht“, betonte er. „Das Licht zu verkünden, war unser Auftrag, den hast du in besonderer Weise erfüllt“, hob Schmank hervor.

Ilse Seumer, Stefanie Mengel und Christina Schraub baten in den Fürbitten um Stärkung in der Hoffnung. Besonders kräftig stimmten die Gläubigen in das Schlusslied „Großer Gott, wir loben dich“ ein. Gemeinsam mit der Musikkapelle Erfurtshausen sangen die Gottesdienstbesucher die vierte Strophe des Liedes im Erfurtshäuser Dialekt.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde eine Gedenkplatte, gestiftet von Pfarrer Gerlach, vor der Eingangstreppe der Kirche eingebracht und anschließend gesegnet. Die Platte ziert der Gruß der Franziskaner „Pax et bonum a deo data“– „Der Friede und das Gute sind von Gott gegeben“. Die letzten Handgriffe vollzogen Gerhard Linne und Heinrich Linne. Sie hatten während der Arbeiten am Kirchenvorplatz, an der Treppe und am Bau des behindertengerechten Eingangs mitgewirkt. Die Platte soll an die Renovierung der Kirche erinnern.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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