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Wie ein Sommerregen

Konzert Wie ein Sommerregen

Mit seinem außer-gewöhnlichen Programm "Northern Lights" gastierte der Gesangverein "Teutonia" Nordeck auf seiner Mittelhessentour zu einem Benefizkonzert in Mardorf.

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Die Chor „Teutonia“ Nordeck trug zahlreiche Lieder zeitgenössischer Komponisten aus den Ländern der Nordhalbkugel vor – in der jeweiligen Landessprache.

Mardorf. Bereits nach den ersten beiden Liedbeiträgen des gemischten Chors, dessen Geschichte sich bis ins Jahr 1863 zurückverfolgen lässt, war den mehr als 100 Besuchern klar, dass sie ihr Kommen nicht bereuen würden. Die tolle Akustik der Pfarrkirche St. Hubertus, die Klangfülle des Chores, der im Sopran hochgradig besetzt war, die Harmonie zwischen Sängern und Chorleiter und nicht zuletzt die ausgefallene Liedauswahl in nahezu ausschließlich fremden Sprachen trugen zum Gelingen des Konzertes bei. Nachdem Pater Lucjan Hozer die Besucher begrüßt hatte übernahm Svenja Käs die Moderation der folgenden 85 Minuten.

Der Chor trug zahlreiche geistliche Stücke zeitgenössischer Komponisten aus Ländern der Nordhalbkugel in den jeweiligen Landessprachen vor. Die Sänger hatten die Lieder trefflich gewählt, akribisch erarbeitet und präsentierten sie in ­Mardorf nahezu perfekt. Die Stücke estnischer, lettischer, isländischer, norwegischer und amerikanischer Komponisten machten stets neugierig auf das kommende Lied.

„Unterbrochen“ wurde der Chorgesang durch den Organisten Martin Gockel, der drei Stücke des norwegischen Komponisten Edvard Hagerup Grieg vortrug. Zudem begleitete er die Solistin Eva Schlotter an der Orgel. Die Lieder „One hand one heart“ und „Somewhere“ - beide von Leonard Bernstein komponiert und von der Empore gesungen - fielen wie ein warmer Sommerregen auf die Zuhörer herab und verbreiteten eine Wohlfühlathmosphäre.

Natürlich durfte der Chor nicht ohne Zugabe sein Konzert beenden. Und so präsentierten die Sänger mit „Alleluia“, einem Spiritual von Douglas Brechley, eines ihrer Paradestücke zum Abschluss des Konzertes.

Der Erlös der abendlichen Veranstaltung kommt der etwas außerhalb Mardorfs gelegenen Kellmarkkapelle zugute, die im Jahre 1914 geweiht wurde - aber leider auf unstetem Untergrund und an exponierter Stelle errichtet wurde und bis heute viele Renovierungen hinter sich hat. Dennoch sind noch einige Finanzmittel nötigt, bis sie wieder hergerichtet sein wird. Aktuell lassen die Mardorfer das Vordach erneuern.

Das nächste Benefizkonzert ist deswegen bereits für den 17. September geplant. Dann wird das Blasorchester Mardorf an der Kapelle ein Konzert geben.

von Heinz-Dieter Henkel

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