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Wichtiges Gerät für Retter von der B 3

Rettung Wichtiges Gerät für Retter von der B 3

Albshausen ist mit 270 Einwohnern nach Wolfskaute (250) der zweitkleinste Rauschenberger Stadtteil. Dafür hat der Ort eine der wichtigsten Feuerwehren der Region.

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Freude über die neue Technik (von links): Bürgermeister Michael Emmerich, Wehrführer Günter Schmidt, Tobias Merlau (mit dem alten Kombigerät), Markus Weigel (mit neuem Spreizer), Sven Hartmann (mit neuer Rettungsschere) und Stadtbrandinspektor Helmut Muhm.

Quelle: Matthias Mayer

Albshausen. Das hat mit der Lage Albshausens direkt an der B 3 zu tun. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder schwere Verkehrsunfälle auf der vielbefahrenen Bundesstraße, wobei sich der Abschnitt zwischen der oberen Zufahrt nach Albshausen und dem Kreisverkehr als Schwerpunkt erwies.

Deshalb wurde das vor zehn Jahren in Dienst gestellte Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Albshausen mit einem Kombigerät Rettungsspreizer und Rettungsschere ausgerüstet. Wie notwendig diese Investition war, zeigt die Einsatzstatistik für dieses Jahr. Schon viermal waren die Retter von der B 3 auf „ihrer“ Straße im Einsatz.

Für diese Einsätze sind die Albshäuser Wehrmänner künftig noch besser gerüstet. Sie verfügen ab sofort über einen neuen Rettungsspreizer und eine neue Rettungsschere. Ermöglicht haben dies der Förderverein der Albshäuser Feuerwehr und die Stadt Rauschenberg.

Altes Gerät entsprach nicht mehr den Erfordernissen

Das alte Kombigerät habe beim Einsatz an den heutigen hochfesten Sicherheitskarosserien nicht mehr so gut funktioniert, sagte Wehrführer Günter Schmidt bei der Übergabe. Deshalb habe sich der Förderverein entschlossen, dessen Vorsitzender Günter Schmidt ist, „ganz tief die Tasche zu greifen“ und für die Einsatzabteilung für 4150 Euro einen neuen Rettungsspreizer vom Typ SP 53 BS zu kaufen, erklärte Schmidt.

Der Spreizweg des neuen Geräts übertrifft den des Vorgängers mit 80 Zentimetern fast um das Doppelte. Das bedeutet: Eine nach einem Unfall deformierte Karosserie kann zur Rettung der Insassen um bis zu 80 Zentimeter aufgebogen werden. Dazu verfügt das 20 Kilo schwere Gerät über eine Druckkraft von 5,3 Tonnen. „Das Gerät ist eine Waffe. Damit sind wir auf dem neuesten Stand der Technik“, sagte Günter Schmidt mit Blick auf diese Leistungsdaten.

Es ist absolut unüblich, dass die Feuerwehr-Vereine elementare Ausrüstungen für ihre Einsatzabteilung finanzieren. Das ist Aufgabe der Kommunen. Die Stadt Rauschenberg ließ die Albshäuser Wehr nicht im Regen stehen und kaufte für knapp 4000 Euro die passende Rettungsschere mit einer Schneidkraft von 107 Tonnen dazu. „Herzlichen Dank an den Förderverein.

Wehr ist technisch jetzt auf dem neuesten Stand

Es ist alles andere als selbstverständlich, was Sie getan haben“, sagte Bürgermeister Michael Emmerich. Die Stadt habe gern zugesagt, als Günter Schmidt wegen einer neuen Rettungsschere angefragt habe. „Die Fahrzeuge sind heute ganz anders gesichert. Wir müssen mit schwerem Gerät arbeiten“, begründete der Bürgermeister und aktive Feuerwehrmann die Sinnhaftigkeit der Investition. „Jetzt seid ihr auf dem neuesten Stand“, ergänzte der zufriedene Stadtbrandinspektor Helmut Muhm.

Bei Verkehrsunfällen im Einzugsgebiet der Rauschenberger Feuerwehren wird neben der Kernstadt-Feuerwehr immer auch die Albshäuser Feuerwehr wegen ihrer Ausrüstung und Kenntnisse alarmiert. Das klappt sogar tagsüber. „Mit der Tagesalarm-Bereitschaft haben wir keine Probleme.

Zu 90 Prozent der Einsätze können wir tagsüber in Staffelstärke (sechs Einsatzkräfte, die Redaktion) ausrücken“, sagte Günter Schmidt der OP. Er erhofft sich von der neuen Technik nicht allein wegen der Leistung schnellere Personenrettung. Das Kombigerät habe immer wieder umgebaut werden müssen. Jetzt könnten Spreizer und Schere zeitgleich eingesetzt werden.

von Matthias Mayer

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