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Whirlpool wird größer und solider

Hallenbadsanierung Whirlpool wird größer und solider

Seit genau einem halben Jahr ist Stadtallendorfs Hallenbad wegen der Sanierung geschlossen. In den ersten Monaten gab es einige weniger erfreuliche Überraschungen.

Während der Feiertage herrschte auf der Baustelle des Stadtallendorfer Hallenbades Ruhe.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. In seiner letzten Sitzung des Jahres hat sich der für Finanzen zuständige Fachausschuss für Grundsatzangelegenheiten noch einmal mit einem Aspekt des Hallenbadprojektes befasst: dem geplanten Whirlpool, eines der „Wohlfühlelemente“, die das Bad künftig aufwerten sollen. Zu entscheiden war dabei die Frage der Bauweise und auch der Größe. Am Rande stand dabei auch die Frage im Raum, den Whirlpool zunächst nur vorzusehen, ihn aber erst in fernerer Zukunft auch einzubauen.

Das Ergebnis der Ausschussberatungen war nach Aussage von Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) dabei einmütig. Das Bad bekommt den Whirlpool wie ursprünglich vorgesehen - und zwar in einem Durchmesser von 2,50 Meter und in einer gefliesten Ausführung. Als Alternative hatte das Planungsbüro der Stadt ein festes Einbauelement aus Acryl oder ähnlichem Material vorgeschlagen. Doch das hätte einige Nachteile gehabt.

Die Stadtwerke argumentierten in ihrer Vorlage an den Fachausschuss mit der vergleichsweise geringen Lebensdauer eines Whirlpools in Fertigbauweise. Er müsste bereits nach 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden, die geflieste Variante hat eine Lebenserwartung von rund 40 Jahren. „Deshalb haben wir uns am Ende klar für diese Version ausgesprochen“, sagt Somogyi.

Kosten von 215.000 Euro

Rund 215.000 Euro kostet der Whirlpool nun wohl endgültig, so wie ursprünglich auch mal veranschlagt. Eine Diskussion darüber, ob auf den Whirlpool aus Kostengründen nicht doch verzichtet werden sollte, gab es nicht. „Für uns ist der Whirlpool eine Badaufwertung, das haben wir von Beginn an gesagt“, erklärt Somogyi auf entsprechende Nachfrage. Unter den drei Bädern im Ostkreis wäre der Stadtallendorfer Whirlpool in der Tat eine Attraktion. Nur das AquaMar in Marburg wie auch das „Nautilust II“ in Gladenbach verfügen über die Becken mit blubberndem, warmem Wasser. Bei der Planung des Neubaues nach dem Großbrand war der Whirlpool in Gladenbach durchaus umstritten. Inzwischen gilt er dort als eine Badattraktion.

Das erste Halbjahr der Badsanierung verlief nur teilweise nach Wunsch. Zuletzt habe die Aufstellung und der Anschluss einer neuen Trafostation für leichte Verzögerungen gesorgt, räumte Bürgermeister Somogyi ein. Mit Prognosen zum Fertigstellungstermin hatte sich die Verwaltung in den vergangenen Monaten zurückgehalten. Angepeilt ist offiziell nach wie vor eine Wiedereröffnung im Januar 2016, also in genau zwölf Monaten. Wer auf die Badbaustelle, die während der Zeit zwischen den Jahren ruhte, blickt, mag daran Zweifel hegen. Allein der Abriss von Teilen des alten Bades hatte sich als wesentlich komplexer erwiesen (die OP berichtete). Auf der Schlussgraden hatte sich die Stadt auch noch entschieden, das Abbruchunternehmen auszutauschen - wobei sich das Unternehmen gegen die Kündigung wehrt.

Baukosten kommen wieder auf die Agenda

Mit dem Thema Baukosten werden sich die politischen Gremien in absehbarer Zeit noch einmal befassen. Im Laufe des Januars wird sich die Verwaltung wieder zur Kostenentwicklung äußern. Beim letzten Statusbericht im Oktober war die Stadt bereits von Mehrkosten von 415.000 Euro ausgegangen. Die ersten Prüfungen hatten darauf hingewiesen, dass sich diese Summe wohl nicht mehr reduzieren lässt. Damit käme die Sanierung auf rund 9 Millionen Euro.

von Michael Rinde

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