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„Wer tut so etwas? Und warum?“

Kirchhain „Wer tut so etwas? Und warum?“

Vandalismus-Attacken gegen Einrichtungen von Jägern nehmen bundesweit zu. Opfer eines besonders gravierenden Anschlags wurde Franz Wagner aus Kirchhain. Unbekannte sägten einen Kanzelhochsitz des Jagdpächters um.

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Der zerstörte Kanzelhochsitz liegt direkt am Damm der Ohmtalbahn in der Nähe der Fortmühle. Die tragenden Rundhölzer wurden zwischen Freitag, 4. März und Sonntag, 6. März, durchsägt.

Quelle: Franz Wagner

Kirchhain. Franz Wagner hat im Jagdbezirk Kirchhain Süd ein rund 300 Hektar großes Revier gepachtet. Es ist eine reine Feldjagd, die jedoch großflächig an einen Wald grenzt.

Solche Jagden gelten für Jagdpächter als hoch riskant, weil hier besonders hohe Wildschäden drohen, die vom Pächter zu regulieren sind. Das gilt besonders für Gemarkungen mit einem hohen Maisanteil. Solche Jagden sind bei Neuverpachtungen nur noch sehr schwer loszuwerden – und wenn, dann zu verringertem Pachtzins und mit einer auf niedrigem Niveau gedeckelten Wildschadenssumme.

Franz Wagner hat gleich 40 Hektar Mais in seinem Revier und ist deshalb auf den zwischen dem 4. und 6. März zerstörten Kanzelhochsitz angewiesen. „Der Hochsitz lieg direkt an einem großem Maisschlag, in dem das Schwarzwild riesige Schäden anrichten kann. Da Wildschweine ihre Aktivitäten inzwischen ganz in die Nachtstunden verlegt haben, lässt sich Schwarzwild nur noch nachts bejagen, und das geht nur von einem Kanzelhochsitz aus“, erklärt der Jäger, nach dessen Erfahrungen der Abschuss eines Wildschweines der einzige wirksame Schutz vor hohen Wildschäden ist.

Hinweise nimmt der Polizeiposten Kirchhain entgegen. Telefon: 06422- 3041.

von Matthias Mayer

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