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"Wer T sagt, soll auch S sagen und V"

125 Jahre TSV Amöneburg "Wer T sagt, soll auch S sagen und V"

Der TSV 1888 Amöneburg blickte am Freitagabend in der Aula der Stiftsschule mit einem abwechslungsreichen Festkommers auf seine 125-jährige Geschichte zurück.

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Während des Festkommers‘ wurden TSV-Mitglieder unter anderem durch den Hessischen Turnerbund, der Turngau-Oberlahn-Eder und den Landessportbund ausgezeichnet.

Amöneburg. Während der Veranstaltung, durch die der Vorsitzende Thorsten Walther führte, vergaben Sportverbände zahlreiche Ehrungen. Die Kinderschola Amöneburg machte für die rund 90 Gäste Musik. Und das reichhaltige Büfett sowie der anschließende Umtrunk im Sportheim sorgten für das leibliche Wohl. Zudem beleuchteten verschiedene Redner die Vereinsgeschichte, das rege und harmonische Vereinsleben sowie die unterschiedlichen Sparten des Vereins.

Ein Redner war Prof. Dr. Niklot Klüßendorf, der lange Jahre als Oberrat mit dem Fachgebiet Landesnumismatik (Münzkunde) am Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde tätig gewesen war. Er verstand es, persönliche Erlebnisse, die er mit dem Verein gemacht hatte, ebenso in seine Rede einzubringen wie sein umfassendes historisches Wissen.

Klüßendorf baute ab 1979 ein Haus im Steinweg - parallel dazu wurde direkt nebenan der neue Sportplatz des Vereins errichtet. Der „langgediente Nichtsportler“ Klüßendorf konnte so eine Beziehung zum Verein aufbauen und sah mit eigenen Augen, welcher Gemeinschaftsgeist beim TSV Amöneburg herrscht.

Viel hat sich geändert

Viel hat sich geändert in den vergangenen 125 Jahren Vereinsgeschichte: So betrug der Monatsbeitrag früher 20 Pfennig, wie der Münzkundler vorrechnete, und musste vom Kassenwart in bar eingesammelt werden. Die wesentlichen Werte, für die der TSV 1888 Amöneburg steht, sind jedoch gleich geblieben: „Spiel und Sport sind Kulturfaktoren“. Klüßendorf betonte, wie wichtig das Gemeinschaftserlebnis und das ehrenamtliche Engagement für die Jugend sei. Mit seinen Schlussworten „Wer in Amöneburg T sagt, soll auch S sagen und V“, stellte er die Bedeutung des Vereins für die Stadt heraus.

Gemeinschaftliches Engagement, harmonische Zusammenarbeit und der gesellschaftliche Nutzen des Sports - diese für den TSV Amöneburg wichtigen Themen spielten auch in anderen Grußworten eine Rolle. Der Schirmherr für das Jubiläumsjahr, Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg, betonte, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein sei. Er lobte die Impulse für die Zukunft: „Man kann als Stadt Amöneburg sehr stolz sein, dass Vorstand und Verein immer nach vorne gehen.“

Die außerordentlich gute Einbindung des Vereins in Amöneburg und die lange Jahre währende Verbindung zu den Nachbarvereinen zeigte sich auch im weiteren Verlauf des Abends: Grußworte überbrachten die Ortsvereine und die Nachbarvereine RSV Roßdorf, SV Erfurtshausen und SV Mardorf. Ortsvorsteher und Vereinsgemeinschafts-Vorsitzender Herbert Fischer erinnerte an die Worte von Turnvater Jahn: „Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit“. Dies zeige sich auch in der gelungen Arbeit des TSV.

n Am 1. Mai findet ab 10 Uhr mit einem Maischoppen bei Musik auf dem Sportgelände die nächste Veranstaltung anlässlich 125 Jahre TSV statt.

von Angelika Fey

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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