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Wenn Kinder zu Artisten werden

So ein Zirkus Wenn Kinder zu Artisten werden

Aufregender könnte die Woche für 58 Schüler und 8 Vorschüler nicht sein: Die meiste Zeit verbringen sie in einem Zirkuszelt - und wenn es in die Klasse geht, steht immer noch das Zirkusleben im Mittelpunkt.

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Die Jungen und Mädchen proben konzentriert für ihre Aufführungen am Freitag.Fotos: Lerchbacher

Langenstein. Sie lassen Ziegen über Hindernisse springen, schweben am Trapez durch die Manege, balancieren über Drahtseile oder treten als Clowns auf. Kurz: Die Schüler in Langenstein üben all das ein, was ein echter Zirkus zu bieten hat. Was das ist und wie das geht, erfahren sie von den vier Mitgliedern des „Circus Casselly“, der seit Sonntag in Langenstein zu Gast ist.

Lehrer und Eltern halfen zunächst beim Aufbau des rund 500 Zuschauer fassenden Zeltes, sodass die Kinder am Montag in professioneller Umgebung mit den Proben beginnen konnten. Lucas Eberling (8) entschied sich, an einer Hundeaufführung teilzunehmen: „Ich mag Hunde“, erklärt er seine Wahl, ehe er sich drei Ringe auf den Rücken binden und einen Vierbeiner hindurchspringen lässt.

Jan Nau (10) voltigiert in seiner Freizeit zwar, wollte im Zirkus aber statt mit Pferden zu arbeiten etwas anderes ausprobieren. Nun tritt er am Freitag um 10 Uhr während einer Aufführung für andere Schulen und um 18 Uhr bei einer öffentlichen Aufführung als Popcorn-Clown auf. Was genau das heißt, verrät er nicht - schließlich will er den Zuschauern nicht die Spannung nehmen. Leon Ritter (9) steht derweil in einem Ring in luftiger Höhe. Von Angst ist nichts zu spüren: „Das ist doch nichts. Man muss sich nur festhalten und Körperspannung halten.“

Schulleiterin Karin Steinhoff beobachtet das bunte Treiben in der Manege und freut sich über die Begeisterung, mit der die Kinder proben, aber auch über die Konzentration, mit der sie zuhören und dazulernen. „Ein solches Projekt fordert Zusammenhalt, Disziplin, Aufmerksamkeit und vieles mehr“, betont sie. Gleichzeitig sei es aber auch interessant zu sehen, wie beispielsweise die Selbstsicherheit mit jeder Probe steige.

Die Schultage beginnen in der Projektwoche zunächst mit zwei Stunden Unterricht, in denen das Zirkusleben im Vordergrund steht. Die Kinder lernen Fachbegriffe aus der Zirkuswelt, bekommen aber gleichzeitig auch einen Einblick in das Leben der Künstler und ihre verschiedenen Aufgaben. Um 10 Uhr wechseln sie dann in die Manege, um sich auf ihre Auftritte vorzubereiten. Von Nervosität ist dabei nichts zu spüren - von Vorfreude dafür umso mehr. „Das wird klasse“, sagt Phillipp Hirsch mit Blick auf die Aufführungen am Freitag. Und eins ist sicher: Er wird den Zuschauern magische Momente bieten - denn der Achtjährige ist einer von mehreren Zauberern, die dann auftreten.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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