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Weihnachtsmarkt kehrt zurück

In veränderter Form? Weihnachtsmarkt kehrt zurück

Der Kirchhainer Weihnachtsmarkt soll weiterleben - aber vermutlich zu einem anderen Termin, in leicht veränderter Form und mit einem neuemTräger.

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Typisch für den Kirchhainer Weihnachtsmarkt: Schülerinnen und Schüler der Alfred-Wegener-Schule verkaufen, was sie selbst angefertigt haben, für einen guten Zweck. Der Erlös ihrer Aktion beim Weihnachtsmarkt 2014 ging an die Heilpädagogische Gemeinschaft in Kirchhain. Archivfoto: Klaus Böttcher

Kirchhain. Das ging aus einem Sachstandsbericht der Stadtverwaltung hervor, den die Mitglieder des parlamentarischen Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr während ihrer jüngsten Sitzung hörten.

Die Stadt Kirchhain war bislang alleiniger Träger des Marktes, dessen neunte Auflage im vergangenen Jahr wieder für das erste Adventswochenende terminiert war. Aber dann ereilte die Stadt die Nachricht vom millionenschweren Einbruch bei den Gewerbesteuer-Einnahmen. Fortan stand der Magistrat mit beiden Füßen auf der Ausgabenbremse, um das große Ziel, den dritten Haushaltsausgleich in Folge unter den Bedingungen des Schutzschirm-Programms des Landes Hessen doch noch zu schaffen.

Ohne dieses haushälterische Kunststück hätte die Stadt weitere drei Jahre unter den strengen Auflagen des Schutzschirm-Programms wirtschaften müssen. Die logische Folge: Der Weihnachtsmarkt 2015 fiel dem Spardiktat zum Opfer und wurde ersatzlos gestrichen.

Gleich nachdem der Ausschuss-Vorsitzende Professor Erhard Mörschel (CDU) den Tagesordnungspunkt aufgerufen hatte, erteilte Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) etwaigen Erwartungen, der Verkehrsverein als Interessenvertretung des Kirchhainer Einzelhandels, könne den Weihnachtsmarkt übernehmen, eine Absage. Die Einzelhändler machten im letzten Monat des Jahres zum Teil mehr Umsatz als in der restlichen Zeit zusammen. Die Einzelhändler hätten deshalb überhaupt keine Zeit, sich um den Weihnachtsmarkt zu kümmern, stellte der Bürgermeister klar.

Der Ausschuss solle Vorschläge entwickeln über den künftigen Termin, die Form des Weihnachtsmarktes und dessen Trägerschaft, sagte Erhard Mörschel, und deutete an, dass es ganz ohne städtische Beteiligung allein wegen der hohen Sicherungskosten in Höhe von 4500 Euro pro Markt nicht gehen werde.

Wie die Zukunft des Kirchhainer Weihnachtsmarkts aussehen könnte, skizzierte Yörn Weber. Der berichtete von einem Gespräch mit Robert Römer. Bei diesem habe der Marktmeister des Verkehrsvereins sein Interesse an der Ausrichtung des Weihnachtsmarktes signalisiert und auch schon eigene Vorstellungen formuliert:

n Der Termin für den Weihnachtsmarkt soll vom ersten auf das zweite Adventswochenende verlegt werden, um der Konkurrenz durch den Großseelheimer Adventsmarkt aus dem Weg zu gehen. n Der Markt wird zeitlich ausgedehnt, beginnt schon am Freitagmittag und endet am Abend des zweiten Advents.

n Das Marktgeschehen konzentriert sich auf den Marktplatz. Die Verkaufsstände in der Fußgängerzone entfallen. n Die Hütten für Vereine, Kitas, Schulen und Parteien, die ihre Markt-Erlöse für das Gemeinwohl spenden, werden unentgeltlich aufgebaut. n Der Glühweinstand wird von Robert Römer betrieben. Die raditionellen Weihnachtsmarkt-Tassen mit den wechselnden Kirchhain-Motiven entfallen. n Das von Kitas, Schulen und örtlichen Gruppen gestaltete Bühnenprogramm bleibt. Die Stadt nutzt ihre Kontakte und unterstützt den Veranstalter. Wie Yörn Weber erklärte, gibt es ein noch ungeklärtes haftungsrechtliches Problem. Ob der über eine entsprechende Haftpflichtversicherung verfügende Verkehrsverein seinen Namen für den Weihnachtsmarkt hergeben könne, müsse noch geklärt werden, sagte der Marktmeister.

von Matthias Mayer

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