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Wegeausbau für Behinderte bleibt in der Warteschleife

Stadtallendorf Wegeausbau für Behinderte bleibt in der Warteschleife

Eigentlich wollte die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen gleich Nägel mit Köpfen machen und Geld für einen barrierefreien Ausbau von Waldwegen im Haushalt vorsehen lassen. Doch gibt es gute Gründe noch zu warten.

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Die Grünen wollen Feld und Wald in Nachbarschaft zu St. Michael behindertenfreundlich erschließen. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Die Verwaltung sollte prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, die Wälder, die an die Kirche St. Michael grenzen, besser für Menschen mit Behinderungen erreichbar zu machen. Diesen Beschluss fasste das Stadtparlament Ende 2012 auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen. Der Grund damals wie heute: Die Wege, die in den Forst führen, sind beispielsweise für Menschen im Rollstuhl oder Senioren mit Rollatoren kaum bis gar nicht zu bewältigen.

Nach 2012 hatte der Magistrat immer wieder auf Nachfrage mitgeteilt, dass Planungen liefen. In der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments wollten die Bündnisgrünen den Worten Taten folgen lassen - und gleich 50000 Euro im noch nicht vorliegenden Haushalt 2014 dafür vorsehen lassen. Michael Goetz verwies in der kurzen Aussprache darauf, dass sich in der Umgebung gleich zwei Altenpflegeheime befinden, das der AWO am Lohpfad und St. Bonifatius der Caritas. Von der AWO gibt es auch eindeutig Unterstützung. Goetz verlas einen entsprechenden Brief der Heimleitung während der Debatte. Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) betonte die grundsätzliche Bereitschaft der Verwaltung, in die entsprechenden Wege zu investieren und den Bedarf anzuerkennen.

Er erläuterte aber auch, dass sich die Stadt zurzeit in aussichtsreichen Verhandlungen für Grundstücke für ein neues Baugebiet befindet. „Wir sollten zunächst diese Verhandlungen abwarten. Ansonsten könnte es passieren, dass wir die gerade hergerichteten Wege binnen kurzer Zeit wieder verlegen müssten“, sagte Somogyi. Er erinnerte zudem an einen Ortstermin mit Vertretern der Grünen, bei dem die Situation erörtert worden sei. Im Stadtparlament fand ein Änderungsantrag der CDU schließlich eine klare Mehrheit. So soll die Verwaltung nun zunächst einen Bericht über den Planungsstand abgeben. Erst danach will das Parlament beraten, ob Geld im Haushalt dafür vorgesehen wird.

Für Bürgermeister Somogyi ist ein Stichweg in Höhe des AWO-Heimes über Felder hinweg Richtung Wald denkbar, wie er auf Nachfrage der OP erläuterte. Er kündigte außerdem an, dass die Stadt möglichst noch im Laufe dieses Jahres den vorhandenen Spielplatz am Lohpfad modernisieren und auch mit seniorengerechten Geräten ausstatten will, in enger Absprache mit den Seniorenheimen und weiteren Institutionen.

von Michael Rinde

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