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„Was passiert ist, ist einfach einmalig“

Großseelheim sagt Helfern Dankeschön „Was passiert ist, ist einfach einmalig“

Wer ordentlich schafft, muss sich auch mal belohnen. Die Großseelheimer haben in diesem Jahraußerordentlich viel geschafft, und dafür belohnten sie sich selbst mit einem Dankeschön-Abend.

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Diese Helferinnen und Helfer haben in diesem Jahr mit ihrem großen ehrenamtlichen Einsatz für die Großseelheimer Dorfgemeinschaft viel bewegt: Die Friedhofsgebühren bleiben unten und das Ansehen des Ortes steigt durch den Regionalsieg im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zunkunft“. Foto: Matthias Mayer

Großseelheim. Der Ortsbeirat mit Ortsvorsteher Helmut Hofmann an der Spitze und der Friedhofsausschuss um Pfarrerin Evelyn Koch luden die 60 Helferinnen und Helfer aus dem Ort ein, die mit ihrem Engagement zwei herausragende Projekte verwirklichten:

n Nachdem der Magistrat den Bauhof von den Pflegearbeiten auf den kirchlich verwalteten Friedhöfen abgezogen hatte, organisierten und gewährleisteten rund 45 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von jetzt auf gleich die komplette Pflege des Großseelheimer Gottesackers. Sie ersparten damit der Dorfgemeinschaft eine drastische Erhöhung der Friedhofsgebühren. n Der Arbeitskreis „Unser Dorf hat Zukunft“ hat den größten Kirchhainer Stadtteil nach der mit Platz drei belohnten ersten Wettbewerbsteilnahme 2011 so weiter entwickelt, dass Großseelheim in diesem Jahr den Sieg beim Regionalwettbewerb davontrug. Und dies in der zahlenmäßig so großen Gruppe der Dörfer ohne Dorferneuerung. Fröhliche Gesichter prägen die Szenerie im kleinem Saal des Bürgerhauses an den liebevoll gedeckten Tischen. Aus den Wärme-Containern duftet es bereits verführerisch nach dem von Ludwig Klingelhöfer zubereiteten Festmahl. Bevor die Container ihre Köstlichkeiten preisgeben, ergreift Helmut Hofmann das Wort: „Was passiert ist, ist einfach einmalig. Wir können dank eures Einsatzes auf dem Friedhof die Friedhofsgebühren im unteren Bereich halten.Und im Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft‘ haben wir uns in der Konkurrenz von Ortschaften aus drei Landkreisen in fünf verschiedenen Kriterien durchgesetzt. Der Sieg im Regionalwettbewerb ist für ganz Großseelheim ein großes Zeichen der Anerkennung durch eine unabhängige Kommission“, sagt der Ortsvorsteher, um dann die Worte der Jury zu zitieren: „Großseelheim zeigt sich dörflich geprägt und zukunftsorientiert ausgerichtet. Das Dorf überzeugte mit vielfältigen bürgerschaftlichen Aktivitäten, der Zusammenarbeit der ortsansässigen Firmen mit der Dorfgemeinschaft, den zahlreichen fachgerecht sanierten und umgenutzten Hofreiten und Fachwerk-Gebäuden im Ortskern.“ Nach so vielen lobenden Worten Außenstehender schmeckt das Abendessen besonders gut. Vielleicht haben die Großseelheimer dabei schon diskutiert, wie sie im kommenden Jahr auf den Spuren des „Gold-Dorfes“ Mengsberg den Landessieg erringen können. Ihre Konkurrenten sind Oberweser-Oedelsheim (Kreis Kassel), das Schwälmer Künstlerdorf Willingshausen, Sontra-Ulfen (Werra-Meißner-Kreis), der Bad Hersfelder Stadtteil Asbach, der kleine Vöhler Ortsteil Schmittlotheim (Waldeck-Frankenberg), der Weilburger Stadtteil Drommershausen und Heidenrod-Dickschied (Rheingau-Taunus-Kreis).

Zuvor gibt es am 21. November die gemeinsame Siegesfeier in Niederwalgern.

von Matthias Mayer

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