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Was lange währt, wird endlich gut

Trepppenweg nach 40 Jahren Diskussion erneuert Was lange währt, wird endlich gut

„Ich bin einfach nur glücklich“, bekannte Amöneburgs OrtsvorsteherHerbert Fischer gestern bei der Einweihung eines gut 70 Meter langen Treppenwegs zwischen Stadtmauer und Burg-Café.

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Ein Glas Sekt auf die neue Treppe (von links): Ortsvorsteher Herbert Fischer, Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg, Bauamtsleiter Volker Lehfeld, Bauunternehmer Mathias Fritz, stellvertretender Ortsvorsteher Sefa Elmaci und Anliegerin Marianne van der Felden.
Foto: Matthias Mayer

Amöneburg. Die Freude des Ortsvorstehers ist nachvollziehbar, denn schließlich wurde seit den 70er Jahren auf dem Berg um dieses Projekt gerungen. Mehrere Bürgermeister waren damit befasst, ohne dass sich etwas am Zustand des ausgetretenen Treppenwegs, der Teil des Mauerrundwegs ist, geändert habe. Zuletzt sei dieser nur noch bergauf einigermaßen sicher begehbar gewesen, erklärte der stellvertretende Ortsvorsteher Sefa Elmaci. Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg räumte ein, dass dieser Zustand ohne den permanenten Druck aus dem Ortsbeirat wohl noch Bestand hätte. Zumindest habe er sich eine so schnelle Verwirklichung nicht vorstellen können.

In den Haushalt 2013 sei zwar Geld für dieses Vorhaben eingestellt worden - aber nur als erste Rate, erklärte der Kämmerer. Das beauftragte Planungsbüro habe das Bauwerk mit seinen 90 Stufen auf 140000 Euro taxiert. Den unverhofften Durchbruch habe das Angebot der Firma Fritz aus Lollar gebracht, die Treppe als Winterbaustelle für 40000 Euro zu bauen - zwar ohne neuen Handlauf, dafür aber „mit einer stylischen Beleuchtung“, wie der Bürgermeister voller Stolz betonte.

Für den Garten- und Landschaftsbauer Mathias Fritz war die von oben nach unten zu bauende Treppe mit ihren vielen Podesten und den Anschlüssen zu den anliegenden Grundstücken eine „echte Herausforderung. So etwas haben wir in unserer 23-jährigen Firmengeschichte noch nicht gebaut“, erklärte er.

Das Ergebnis ist für Herbert Fischer einfach „Superklasse“. Die Treppe sei für ihn der Anlass gewesen, 2011 noch einmal zu kandidieren. „Eigentlich könnte ich jetzt abdanken“, genoss der Ortsvorsteher das Gefühl, mit dem Ortsbeirat für die Bürger und Gäste der Kernstadt etwas erreicht zu haben. Marianne van der Felden, Eigentümerin der Burg-Café-Immobilie, war das Ergebnis eine Flasche Sekt wert und für Herbert Fischer Motivation, über seine nächsten Ziele zu plaudern. Die Nachsorge für die Amöneburger Erd-Deponie sei dem Ortsbeirat ebenso ein Anliegen wie die Überdachung des Zwingers - ein Baustein zur Sicherung der Kirmes. Der Bürgermeister deutete an, dass dieses Ziel 2015 verwirklicht werden könnte.

von Matthias Mayer

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