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Warum hält IC nicht in Stadtallendorf?

Kommunalpolitik trifft Bundeswehr Warum hält IC nicht in Stadtallendorf?

Stadtverordnete, Magistratsmitglieder und Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung trafen sich mit Soldaten der Division Schnelle Kräfte in der Stadthalle zum Gedankenaustausch.

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Die Besucher folgten beim parlamentarischen Abend den Erklärungen von Bürgermeister Christian Somogyi zur aktuellen Situation in Stadtallendorf. Vorn von links: Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub, Brigadegeneral Stephan Thomas und der Erste Stadtrat Otmar Bonacker.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Parlamentarischer Abend, so heißt diese Traditionsveranstaltung, bei der wechselweise die Stadt oder die Bundeswehr als Gastgeber auftreten. „So haben wir die Gelegenheit, etwas voneinander zu erfahren“, sagte die Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub als Gastgeberin. Aber durch die Veranstaltungen würde auch die Verbundenheit zu den Soldaten ausgedrückt. „So lange ich denken kann, gehört die Bundeswehr zu unserer Stadt“, betonte sie.

Beim parlamentarischen Abend wechselt nicht nur die Gastgeberrolle, sondern auch der Hauptredner wird mal von der Stadt, mal von der Bundeswehr gestellt. Diesmal übernahm Bürgermeister Christian Somogyi diesen Part, indem er über Stadtallendorf informierte. Das war besonders für die Soldaten interessant, die noch nicht so lange in Stadtallendorf stationiert sind.

Somogyi spricht auch Sachstand der A49 an

Der Bürgermeister hielt sich nicht bei der sehr interessanten Geschichte der jungen Stadt auf, sondern schilderte die Ist-Situation. Er erklärte die Lage der Stadt und erklärte, Stadtallendorf mit seinen 20 900 Einwohnern und den fünf Stadtteilen liege im Herzen Deutschlands. Er verwies darauf, dass die zweitgrößte Stadt im Kreisgebiet mit 13 000 Arbeitsplätzen ein bedeutender Industriestandort sei. Er ging auf die großen Betriebe ein und bezeichnete die Bundeswehr auch als einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Stadt, der mit 800 Soldaten und 200 zivilen Arbeitnehmern zu den größten Arbeitgebern zähle. Er bezeichnete Stadtallendorf als einen der wichtigen Bundeswehr-Standorte mit dem Stab einer der drei Divisionen des Heeres und erinnerte an die Großveranstaltung mit der niederländischen und der deutschen Verteidigungsministerin im vergangenen Jahr.

Im Weiteren stellte Somogyi die Vereinslandschaft und die städtischen Freizeit-Einrichtungen wie Bücherei, Stadtmuseum oder Hallenbad vor. Dazu erläuterte er die Umstrukturierungen in der Stadtmitte, berichtete von der derzeit prekären Bauplatzsituation, dem Industriegebiet und dem Sachstand zum Bau der Autobahn 49. Neben den positiven Aspekten verschwieg das Stadtoberhaupt die Sorgen der Stadt nicht. Hier nannte er die Reform des kommunalen Finanzausgleichs in Hessen, die der Stadt neue Lasten aufbürde.

Nette Gespräche beim Imbiss

Der stellvertretende Divisionskommandeur, Brigadegeneral Stephan Thomas, überbrachte die Grüße des DSK-Kommandeurs Generalmajor Eberhard Zorn, der derzeit mit seinem niederländischen Kameraden in den USA sei.

Der General bemängelte die Verkehrsanbindung Stadtallendorfs und fragte: „Warum hält der IC in Treysa und nicht in Stadtallendorf?“ Gerade ein Divisionsstab sei wegen vieler Reisen auf gute Anbindungen angewiesen. Die warme, herzliche Aufnahme in Stadtallendorf mache das aber wieder wett. Das sei ganz so wie früher, als der Stab der damaligen DSO noch in Bayern zuhause gewesen sei.

Im Anschluss nutzten Soldaten und Kommunalpolitiker bei einem Imbiss die Gelegenheit zu vielen netten Gesprächen.

von Klaus Böttcher

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