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Wanderweg entsteht in Eigenleistung

Ortsbeirat Schönbach Wanderweg entsteht in Eigenleistung

Nachdem für die Idee vom Wanderweg rund um Schönbach im Kirchhainer Haushalt keine Mittel ­eingestellt wurden, hat das Dorf das Projekt in die eigenen Hände genommen.

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Schönbach. Die Projektgruppe werde noch im Verlaufe des Frühjahrs Vollzug melden können, sagte Johanna Frank während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats. Die 5,7 Kilometer lange Strecke rund um Schönbach führe über vorhandene Wege und müsse nur noch ausgeschildert werden, sagte die stellvertretende Ortsvorsteherin.

„Wo müssen die Schilder hin und wie sollen sie aussehen?“, fragte Johanna Frank in die Runde. Die musste nicht gemeinsam auf einen gruppendynamischen Prozess warten, denn Johanna Frank hatte gleich die Lösung des Problems mitgebracht. „Die Schilder kann man für wenig Geld selber machen“, sagte sie und legte zwei Muster vor: Einen hölzernen Wegweiser für die Wegekreuzungen (Foto: Matthias Mayer) und kleine Plastikschilder mit rotem S auf weißen Grund, der den Wanderern unterwegs anzeigt, dass sie auf richtigen Pfaden wandeln.

Ortsvorsteher Dieter Lauer räumte ein, dass der Wanderweg nach deutschen Normen keiner ist, weil um 1,3 Kilometer zu kurz. Erst ab sieben Kilometer Länge sei ein Weg formal auch ein Wanderweg, erklärte er. So laufen die Nutzer des Schönbach-Wegs offiziell über einen Spazierweg. Ihnen wird das ziemlich egal sein ob der schönen Aussichtspunkte und der Sehenswürdigkeiten, die an der Strecke liegen. Der Ortsbeirat kam überein, mit einer Probewanderung den Weg zu erkunden.

Der Weg soll nach dem Willen des Ortsbeirats dazu beitragen, mehr Besucher nach Schönbach zu holen. Das Gleiche gilt für den Radweg zwischen Schönbach und der bei Betziesdorf gelegenen Hainmühle. Im Waldstück ist der Weg mit seinen ausgefahrenen Fahrspuren von Radfahren nicht nutzbar.

Im noch nicht genehmigten Haushalt der Stadt Kirchhain finden sich die Planungskosten für den Ausbau dieses Teilstücks, von dem sich das Gremium eine deutliche Belebung des dann an das große Radwegenetz angeschlossenen Weges erhofft. Angeregt wurde die Aufstellung eines Schildes entlang der Strecke, das auf die Schönbacher Gaststätte hinweist.

Kritisch diskutiert wurde eine große Rinne am Anfang des Weges, die für Radler nicht durchfahrbar sei. Da der Verursacher mutmaßlich nicht die Mittel habe, den Schaden zu beheben, sei offen, wann und von wem diese Stelle des Weges wieder passierbar gemacht werde.

Ortsvorsteher Dieter Lauer unterrichtete den Ortsbeirat von Geschwindigkeitsmessungen auf der Ortsdurchfahrt an der Bushaltestelle, die vom 7. bis zum 20. Februar erfolgt seien. Dabei seien 25 Autofahrer schneller als 55 Kilometer pro Stunde gewesen. Der Ortsbeirat wollte dieses Ergebnis kaum glauben, da in der hakligen ­S-Kurve an der Bushaltestelle kaum schneller als Tempo 40 gefahren werden könne.

Für Dieter Lauer fand die Messung am falschen Ort statt. Entlang der Ohmstraße werde Tempo 70 bis 80 gefahren, erklärte er.

von Matthias Mayer

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