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Wanderer haben ihr Tal überwunden

Sagenhafte Hatzbachtalwanderung Wanderer haben ihr Tal überwunden

Zur 32. "Internationalen Sagenhaften Hatzbachtalwanderung" verzeichneten die Veranstalter eine stolze Teilnehmerzahl. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland.

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Die Wanderfreunde Neustadt stellten bei der „Sagenhaften Hatzbachtalwanderung“ die meisten Teilnehmer.

Quelle: Yanik Schick

Hatzbach. „Heute ist’s besser als vor einem Jahr“, rief Horst Erdel einem Bekannten am Bürgerhaus zu und blickte zufrieden gen Himmel. Es war die große Befürchtung der Wanderfreunde Hatzbachtal, das Wetter könnte wie beim vergangenen Mal nicht mitspielen und so zahlreiche Menschen vom Wandern abhalten.

Doch schon am frühen Morgen durften die Veranstalter kräftig aufatmen: Die Sonne strahlte über das Hatzbachtal. Und dieser Umstand hatte nicht nur positiven Einfluss auf das Gemüt des Vorsitzenden Horst Erdel, sondern auch auf die Teilnehmerzahlen. Etwa 840 Wanderer, also 200 mehr im Vergleich zum Vorjahr, ließen ihren Pass an Start und Ziel abstempeln.

Drei Strecken zur Auswahl

Schon in aller Frühe, gegen sieben Uhr morgens, hatten sich die ersten Wanderer vom Bürgerhaus in Hatzbach auf den Weg gemacht. Zur Wahl standen drei verschiedene Strecken: Eine war kurz, ungefähr sechs Kilometer lang, und führte die Teilnehmer vorbei an den Statuen der fünf Tugenden in den Wald bei Emsdorf und schließlich vom Kontrollpunkt Krummelbach wieder zurück nach Hatzbach. Daneben gab es eine elf Kilometer lange Strecke, die vom Kontrollpunkt noch bis zur Schutzhütte am sogenannten Nadelöhr führte. Die längste Route war etwa 20 Kilometer lang. Wer diesen Weg wanderte, lief oberhalb an Wolferode vorbei und erreichte sogar das Tal von Josbach. „Da hat man einen richtig schönen Ausblick“, schwärmte Erdel.

Unabhängig davon, für welche der drei Strecken sich die Wanderer nun entschieden hatten, passierten sie in regelmäßigen Abständen besondere Orte, an denen sich teils vor Jahrhunderten so manche Hatzbacher Sage ereignet haben soll. Wenige Tage vor der Wanderung stellten Horst Erdel und ein Team ehrenamtlicher Helfer an diesen Punkten verschiedene Info-­Tafeln auf, um den Teilnehmern die jeweiligen Geschichten näherzubringen. Außerdem bekamen die Menschen eine Broschüre mit auf den Weg, in der noch einmal explizit über den „Werwolf von Hatzbach“ oder das Leben des „Ritters von Knoblauch“ berichtet wurde.

Einer der vielen Wanderer, die jährlich bei der Wanderung mit von der Partie sind, ist Manfred Seelhof. Er ist Vorsitzender bei den Wanderfreunden Aartal und lief mit einigen Bekannten auch diesmal wieder voller Begeisterung durch das Hatzbachtal. „Es ist einfach eine schöne Gegend, die Veranstalter geben sich immer sehr viel Mühe“, erklärte Seelhof und betonte: „Und das merkt man auch. Hier passt eigentlich alles.“

Unbekannte zerstörten zahlreiche Schilder

Die Hatzbachtaler Wanderfreunde freuten sich über diese Rückmeldung besonders, weil der organisatorische Aufwand in diesem Jahr wenige Tage vor der Wanderung erschwert worden war. Unbekannte hatten einen Teil der bereits akribisch aufgestellten Schilder gestohlen. Die vielen Helfer mussten also kurzfristig ausrücken und die Strecke ein zweites Mal ausschildern. Laut Horst Erdel entstanden durch diesen Vorfall zusätzliche Kosten in Höhe von 60 Euro. Der Vorsitzende lobte deshalb noch einmal die ehrenamtlichen Unterstützer: „Es hängt eben doch sehr viel Herzblut an dieser Wanderung“, stellte er mit Freude fest.

Die meisten Teilnehmer stellten die Wanderfreunde Neustadt (69). In der Rangliste folgten „Siegperle Kirchen“ (42 Teilnehmer) knapp vor den Wanderfreunden Amöneburg (31). Die Wertung der örtlichen Vereine dominierte die Vereinsgemeinschaft Hatzbach mit 109 Teilnehmern, gefolgt vom Wanderverein Niederklein mit 34 Teilnehmern.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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