Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Vorgaben schützen Innenstadt-Handel

Pläne Vorgaben schützen Innenstadt-Handel

Die Betreiber des Kirchhainer Herkules-Markts dürfen auf ihrem Areal im Gewerbegebiet Ost einen neuen Getränkemarkt bauen. Die Voraussetzungen dafür schufen die Stadtverordneten am Montagabend.

Voriger Artikel
Vor allem der Kunde profitiert
Nächster Artikel
Bioke von Beverkotten schafft den Tagessieg

Für den Herkules-Getränkemarkt wird ein neues Gebäude gebaut, wofür die Verkaufsfläche des alten Getränkemarkts genutzt werden darf, regelt der Bebauungsplan. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Die unter Vorsitz von Willibald Preis tagende Stadtverordnetenversammlung fasste bei nur einer Gegenstimme von Hartmut Pfeiffer (CDU) den Satzungsbeschluss für den geänderten Bebauungsplan und setzte diesen gleichzeitig in Kraft.

Die Pläne der Betreiber waren in Kirchhain zwischenzeitlich zu einem Politikum geworden. Gegen den Bau des 800 Quadratmeter großen Getränkemarkts hatte niemand etwas einzuwenden, weil es nur diesen einen in Kirchhain gibt, wie Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) vor dem Parlament ausführte.

Verkaufsfläche:3240 Quadratmeter

Sorge bereitete den Kirchhainer Geschäftsleuten die künftige Nutzung des jetzigen Getränkemarktes. Der Verkehrsverein als Interessensvertretung des Kirchhainer Einzelhandels hatte eine Verödung der Kirchhainer Bahnhofstraße für den Fall befürchtet, dass Edeka auf den Flächen des jetzigen Getränkemarkts sein für den Innenstadt-Einzelhandel relevantes Non-Food-Sortiment ausweiten werde.

Auf Anregung des Verkehrsvereins nahm die Stadt eine Klausel in den geänderten Bebauungsplan auf, der eine Ausweitung des für die Kirchhainer Innenstadt relevanten Sortimentes in dem SB-Warenhaus untersagt.

Die wichtigsten Festlegungen des geänderten Bebauungsplans sind:

n Der neue Getränkemarkt darf eine Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern haben. n Das SB-Warenhaus darf eine Verkaufsfläche von 3240 Quadratmetern haben, aufgeteilt in Lebens- und Genussmittel auf maximal 2240 Quadratmetern und Non-Food mit maximal 1000 Quadratmetern. Was an Non-Food-Artikeln auf welchen Verkaufsflächen angeboten werden darf, ist exakt geregelt: Töpfe, Pfannen, Küchenhelfer und Zubehör auf 50 Quadratmetern; Geschirr, Vasen und Gläser auf 50 Quadratmetern; Wannen, Körbe, Schüsseln und Bürsten auf 100 Quadratmetern; Wäschetrockner, Bügelbretter und Zubehör auf 50 Quadratmetern; Elektrohaushaltsgeräte auf 50 Quadratmetern;; Geschenkartikel auf 50 Quadratmetern; Kerzen, Servietten, Einweggeschirr auf 50 Quadratmetern; Spielwaren auf 150 Quadratmetern; Schreibwaren und Zeitschriften auf 100 Quadratmetern; Autozubehör auf 50 Quadratmetern; Kleintextilien auf 50 Quadratmetern; Aktions- und Saisonware auf 200 Quadratmetern.Wie der Bürgermeister erläuterte, entspricht die Auflistung des Non-Food-Sortiments mit einer Ausnahme den Bestimmungen des alten Bebauungsplans aus dem Jahr 2001. Lediglich die bislang für Fahrräder reservierten 50 Quadratmeter Verkaufsfläche würden der Saison- und Aktionsware zugeschlagen. Der Kirchhainer Bau- und Planungsausschuss hatte die Erörterung der Bebauungsplanänderung zum Anlass genommen, sich mit der unbefriedigenden Verkehrssituation im Gewerbegebiet auseinanderzusetzen. Dabei war der Wunsch aufgekommen, die gefährliche Kreuzung an der Alsfelder Strafe durch den Bau eines Kreisverkehrs zu entschärfen und für dessen Finanzierung die Anlieger heranzuziehen. Dieses Ziel soll unabhängig von der Bebauungsplanänderung verfolgt werden.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr