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Vor allem der Kunde profitiert

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Mardorfs lokale Allianz für Menschen mit Demenz wollte die Ehrenamtler der Bürgerhilfe und die Profis aus Tagespflege, Betreuungs- und Pflegediensten an einen Tisch bringen - und hat sogar noch mehr geschafft.

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Gemeinsam für den Kunden – die Teilnehmer des runden Tischs.Foto: Florian Lerchbacher

Mardorf. Zum dritten Mal trafen sich die Beteiligten zu einer Fortbildung - diesmal in Stadtallendorf beim Verein zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen (Fib). Als Mardorfs lokale Allianz für Menschen mit Demenz im September 2013 an den Start gegangen war, hatte sie geplant, alle Akteure, die sich in der Region mit dem Thema Demenz befassen, an einen Tisch zu bringen. Ziel war es, diese zu vernetzen, Versorgungslücken offenzulegen, Bedürfnisse zu klären und die Zusammenarbeit zu fördern. Und es macht den Anschein, als hätte dies geklappt.

„Wir haben am runden Tisch Sorgen und Befürchtungen besprochen und dafür gesorgt, dass diese aufgelöst werden“, freut sich Christina Stettin, die Koordinationskraft der Bürgerhilfe. Die Beteiligten hätten sich und ihre Angebote kennengelernt - was im Sinne des Klienten sei, da dieser dann auch auf Alternativen hingewiesen werden könne, wenn Aufgaben nicht in den jeweiligen Zuständigkeitsbereich fielen. „Im Grunde stimme ich zu“, sagt Hans Loock von der Tagespflege AurA in Roßdorf, schränkt aber ein: „Auf der Regieebene stimmt das - aber ich bin mir noch nicht sicher, wie das mit Kollegen und Mitarbeitern ist. Ich glaube, da muss noch mehr kommuniziert werden.“ Es sei wichtig, dass sich engagierte Bürger und Profis austauschten - bei der „Amöneburger-Becken-Allianz“ zahle sich dies aus. Auch zuvor habe es den Austausch und die Netzwerk-Arbeit der Professionellen gegeben, allerdings nicht so ausgeprägt. „Wir lernen voneinander. Die anderen Denkweisen sind sehr bereichernd“, sagt Stettin, woraufhin Naxina Wienstroer (Fib) ergänzt: „Wir sind am Anfang einer neuen Haltung.“

„Es gibt immer mehr Menschen, die auf Pflegedienste zurückgreifen“, hebt Pandelis Chatzievgeniou vom Fib hervor und verweist darauf, dass das Pflegestärkungsgesetz seit dem 1. Januar ganz neue Möglichkeiten biete. Jeder Mensch mit Pflegestufe habe nun Anspruch auf Betreuungs- und Entlastungsangebote - vorher hätten nur Menschen mit geistiger und seelischer Erkrankung diesen Anspruch gehabt.

- Die lokale Allianz Mardorf läuft noch bis Ende August - allerdings planen die Beteiligten eine Verlängerung. Zudem suchen sie einen Nachfolger für Susanne Schmitt-Neubert, die als Moderationskraft aus persönlichen Gründen ausschied.

von Florian Lerchbacher

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