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Von wegen „Kummerabend“

Kirmes in Mardorf Von wegen „Kummerabend“

Mit Festhochamt, Tanzabend und Frühschoppen feierten die Mardorfer vier Tage lang Kirmes. Vor allem beim traditionellen Vereinsumzug am Sonntag war fast das ganze Dorf dabei.

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Im gleichem Rhythmus und im gleichen Schritt: Das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Mardorf.

Quelle: Bernd Fischer

Mardorf. Eine halbe Stunde lang zogen Mardorfs Vereine - begleitet von Feuerwehr-Musikgruppen aus dem ganzen Landkreis - an Kirmessonntag durch das Dorf. „Das hat sich so über die Jahre etabliert und ist nicht mehr wegzudenken. Der Umzug gehört zur Kirmes einfach dazu“, sagte Peter Schick, der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, die die Kirmes auch in diesem Jahr wieder ausrichtete.

Nach dem Festumzug führte der Weg für hunderte Besucher direkt ins Festzelt, wo nacheinander die Spielmannszüge der Feuerwehren Rauschenberg und Fronhausen, der Musikzug der Feuerwehr Weidenhausen sowie die Blasorchester der Feuerwehren Kirchhain und Mardorf auftraten. Die Musikgruppen gastierten zum „Tag der Feuerwehrmusik“ des Kreisfeuerwehrverbands, den in diesem Jahr passenderweise das Mardorfer Orchester ausrichtete, auf der Kirmes.

Im Laufe des Sonntagabends ging es im Programm mit einem Schlager- und Oldieabend unter der musikalischen Leitung von DJ Aleks Kräling und Marios Musik Box weiter. Schon am Morgen hatte ein traditionelles Festhochamt stattgefunden. „Es ist ein Kirchweihfest und wir sind ein katholisches Dorf. Deshalb legen wir darauf großen Wert“, so Peter Schick. Gefeiert wurde trotzdem reichlich.

Am Freitag luden die „Mardorfer Esel“ - wie aus den vergangenen Jahren gewohnt - zum Burschen- und Mädchenschaftstreffen unter dem Motto „90s vs. now“. Das zog zum Kirmesauftakt rund 1700 Gäste ins Festzelt.

An Kirmessamstag richtete die Vereinsgemeinschaft - bestehend aus Heimat- und Verschönerungsverein, Sportverein, Feuerwehr, Männergesangverein, Schützenverein und der Burschenschaft - einen Tanzabend aus, den die „Kinzenbacher“ mit Blasmusik untermalten. „Wir haben den Tanzabend erst vor einigen Jahren wieder eingeführt, weil in Mardorf viel und gerne getanzt wird. Darauf sind wir vielfach angesprochen worden und haben schließlich reagiert“, erklärte Schick. Und obwohl der Samstag eigentlich alljährlich ein „Kummerabend“ des Kirmeswochenendes sei, kamen immerhin 500 Besucher.

Kirmesmontag begann mit einem Requiem für die Verstorbenen und einem Friedhofsgang. Danach gab’s im Zelt zunächst ein großes Frühstücksbuffet und danach den traditionellen Frühschoppen. Für Musik sorgte nochmal das Blasorchester der Mardorfer Feuerwehr, später übernahmen die „Coronas“. Peter Schick freute sich vor allem über die vielen freiwilligen Helfer vor, während und nach der Kirmes. „Im Vergleich zu den vergangenen Jahren nimmt die Anzahl sogar zu. Gerade die Resonanz bei den Jugendlichen ist hoch, jeder will helfen.“

von Yanik Schick

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