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Von den alten Umkleiden ist nichts übrig

Hallenbad-Sanierung Von den alten Umkleiden ist nichts übrig

Die Abbrucharbeiten am Stadtallendorfer Hallenbad laufen bis voraussichtlich Anfang September weitgehend im Inneren, auch, um die Anwohner so weit wie möglich vor Lärm zu schützen.

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Professor Heinz Zielinski vom Innenministerium und Dr. Werner Freitag vom hessischen Schwimmverband besichtigten am Freitag die Baustelle Hallenbad.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Am Freitag bekam die Stadt Stadtallendorf höheren Besuch: Professor Heinz Zielinski aus dem Innenministerium und Dr. Werner Freitag, Präsident des hessischen Schwimmverbands, informierten sich über Planungen und Bauverlauf im Hallenbad. Immerhin hat das Land einen Zuschuss von 1,3 Millionen Euro für die Badsanierung gewährt - die höchste Summe, die aus dem ausgelaufenenen Hallenbad-Investitionsprogramm des Landes insgesamt bereitgestellt wurde. Da machte es Sinn, dass sich zwei Verantwortliche ein Bild von der Verwendung der Landesmittel machten. Insgesamt plant die Stadt, federführend sind dabei die Stadtwerke, eine Investition von 8,6 Millionen Euro.

Am Ende des Besuches, der eine Präsentation und eine kurzen Baustellen-Besichtigung einschloss, waren die Besucher aus Wiesbaden mit dem Gesehenen wie auch mit den Plänen der Stadt offenbar zufrieden. „Unsere Anliegen werden erfüllt, wir haben einen sehr guten Eindruck von den Planungen“, fasste es Zielinksi am Ende gegenüber der OP zusammen. Als „notwendig“ betrachtet Zielinski auch den Einbau eines Whirlpools und einer Dampfsauna durch die Stadtwerke, auch wenn dies nicht vom Land gefördert werden könne.

Lob für die künftige Bus-Anbindung

Auch der Präsident des hessischen Schwimmverbandes äußerte sich durchweg positiv über das, was er gehört und gesehen hatte. Lobend hob Freitag die vorgesehene direkte Schulbus-Anbindung hervor, die es in Zukunft geben werde. Freitag zeigte sich auch damit zufrieden, dass sich die Stadt am Ende nach langen Diskussionen für moderne Startblöcke entschieden hat. Freitag freute es besonders, dass das Bad geringfügig wächst, was nach Fertigstellung auch Tribünen möglich mache. In der bisherigen Ausstattung und Größe war das Stadtallendorfer Hallenbad nicht mehr für Landeswettkämpfe geeignet.

„Bleibt denn hier überhaupt noch etwas stehen?“, hatte Zielinski bei Betreten der Halle zunächst erstaunt gefragt. Seit etwa vier Wochen arbeitet ein Abbruchunternehmen im Inneren. Vom früheren Umkleidebereich ist nichts mehr zu erkennen. Im Schwimmerbecken sind nur noch wenige Fliesen übrig. Die Schwimmbadtechnik haben die Abbruch-Experten bereits weitgehend ausgebaut und beseitigt. „Der Keller ist schon weitgehend frei. Da sind wir schon sehr weit“, erläuterte am Freitag Julia Werner, die seitens der Stadt das Großprojekt Hallenbad-Sanierung leitet. Im Inneren verschwindet alles das, was keine tragende Bedeutung hat. Die eigentlichen Betonbecken werden allerdings erhalten. In einigen Wochen wird ein Experte den Zustand des Betons der Becken noch einmal begutachten. Dann wird sich entscheiden, ob dort noch Sanierungsbedarf besteht. „Diese Untersuchung ist erst möglich, wenn die Fliesen und der dazugehörige Kleber entfernt sind“, sagt Werner. Bisher habe es keine Problemstellen gegeben, die nach den Abrissarbeiten sichtbar geworden seien. Beim Abriss nimmt die Stadt in enger Abstimmung mit dem Abbruchunternehmen auch Rücksicht auf Anwohner und Anlieger. So hat man sich entschieden, den Abbruch im Inneren zunächst Vorrang zu geben. „Fassade und Dach geben noch einen gewissen Schutz vor dem unvermeidbaren Lärm“, verdeutlicht Werner. Im September wird es nun aller Voraussicht nach so weit sein. Dann verschwindet die Betonfassade ebenso wie das Dach. Nur die tragenden Elemente wie Säulen und Binder bleiben übrig.

von Michael Rinde

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