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Von Traditionen und Neuland

Fest Von Traditionen und Neuland

Der Bereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes geht davon aus, dass die Mitglieder des Vereins bei der Integration der Flüchtlinge eine große Rolle spielen. Nun zeigten sie wieder: Gemeinschaft liegt ihnen am Herzen.

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Rund 100 Rotkreuzler besuchten die Adventsfeier, bei der es ein buntes Programm gab.Foto: Schick

Kirchhain. Seit 1969 kommt der DRK-Ortsverein am zweiten Adventssonntag im Bürgerhaus zur Weihnachtsfeier zusammen. Für die neue Vorsitzende Gisela Wagner, die vor rund zwei Monaten Helmut Buskies an der Spitze des DRK abgelöst hatte (die OP berichtete), war es nun das erste Mal, dass sie die traditionsreiche Veranstaltung moderierte. Sie gestand bei der Begrüßung: „Ich bin doch sehr aufgeregt.“ Ihr Vorgänger Helmut Buskies, der im Januar nach Berlin ziehen wird, habe bei der Organisation „zum Glück“ ein letztes Mal kräftig mitgewirkt.

Wagner rekapitulierte in ihrer Ansprache noch einmal, was die Kirchhainer Rotkreuzler im zurückliegenden Jahr 2015 beschäftigt hatte. Vor etwa 100 Gästen stellte sie die neue Struktur des Ortsvereins vor, in dem seit der Jahreshauptversammlung die drei Gemeinschaften Wohlfahrt und Soziales, Bereitschaft und Jugendrotkreuz gebündelt sind.

Kirchhains Erster Stadtrat Dietmar Menz fand lobende Worte für das DRK. „Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen viele Ängste haben“, erklärte er und bezog sich mit Blick auf die Stadt auf die 400 Flüchtlinge, die demnächst in zwei verschiedenen Unterkünften einquartiert werden. „Die Hilfsbereitschaft der Leute, gerade derer, die hier im Verein engagiert sind, ist etwas ganz Besonderes“, stellte Menz heraus.

Auch DRK-Kreisbereitschaftsleiter Stefan Sturm kam auf die aktuelle Flüchtlingssituation zu sprechen. Er glaube, dass die Rotkreuzler bei der Unterbringung und Integration in Zukunft noch eine wichtige Rolle spielen werden. Und dabei hofft Sturm im Kreis Marburg-Biedenkopf vor allem auf die Kirchhainer. Denn: „So eine Gemeinschaft wie hier, die findet man heutzutage kaum noch“, lobte er.

Musikalische Beiträge während der Weihnachtsfeier leisteten der eigene Singkreis des Ortsvereins, der Jugendchor aus Langenstein unter der Leitung von Udo Lauer sowie Wolfgang Jarosch, der in den Pausen die Stimmung erhellte. Käthe Vincon hatte zudem einen weihnachtlichen Gedichtvortrag vorbereitet. „Der Advent ist dazu da, um Zeit miteinander zu verbringen und sich miteinander auszutauschen“, sagte Pfarrer Rainer Wilhelm und freute sich deshalb, dass so viele Rotkreuzler ins Bürgerhaus gekommen waren.

von Yanik Schick

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