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Von Opfergaben und mysteriösen Gänsen

Dorfmystery Von Opfergaben und mysteriösen Gänsen

Nur noch sechs Drehtage benötigen Manuel Weitzel und Felix Müller. Dann ist der zweite Teil der Dorfmystery im Kasten. Einen Vorgeschmack auf "Burgholz" geben sie bereits mit einem Trailer.

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Manuel Weitzel (rechts) und Felix Müller werfen einen Blick in den Katharinabrunnen, der in ihrem Film „Burgholz“ eine wichtige Rolle spielt.Foto: Florian Lerchbacher

Burgholz. Ein junges Mädchen (Selina Paulus) schleppt etwas Eingewickeltes den Hunburgturm hinauf. Eine Opfergabe für... Ja, für wen eigentlich? Das geben Manuel Weitzel und Felix Müller nicht preis. Nur so viel: Es gibt einen Pakt – und da sind gelegentliche Opfergaben unumgänglich.

Mit dem Trailer von „Burgholz“ geben „die Brüder Grimm 2.0“ auf der Homepage der Oberhessischen Presse einen kleinen Vorgeschmack auf den zweiten Teil ihrer Dorfmystery. Mit „Langenstein“ hatten sie bereits einen großen Erfolg gefeiert, nun steht ein zweites Kirchhainer Dorf im Fokus.

Der Überbegriff „Dorfmystery“ scheint wieder zu halten, was er verspricht. Müller und Weitzel greifen erneut zahlreiche Sagen auf, die in Burgholz noch immer die Runde machen, und erzählen sie auf ihre Weise nach. Zum Beispiel soll es ein unterirdischen Gang mit einem See geben, der zur Wohra führt. Warum Weitzel im Waldboden einbricht und patschnass mit einer Gans im Arm im Inneren des Katharinabrunnens auftaucht – darüber gibt nur der Film Auskunft, nicht aber die Regisseure, Erzähler und Protagonisten in Personalunion. Zumindest nicht im Vorfeld – denn es soll schließlich spannend bleiben.

Noch werden Darsteller für die letzten Drehtage gesucht

„Die Geschichten und die Geschichte des Dorfes haben uns während der Dreharbeiten gefesselt und gepackt“, sagt Weitzel, während Müller betont: „Die Menschen auch.“ Die Resonanz sei hervorragend gewesen und das Engagement der Bürger groß. Läuft alles nach Plan, werden sich letztendlich fast 100 der rund 400 Bewohner von Burgholz an dem Film beteiligt haben – für eine Szene werden im Übrigen noch Freiwillige gesucht.

„War bei Langenstein die besondere Energie das Besondere, so ist es hier das Karma des Ortes“, erklärt Müller, der mit seinem Mitstreiter sogar in Burgholz nächtigte – und mitten in der Nacht aus dem Bett geholt wurde. Warum? Ja, da geben sich die beiden wieder mysteriös und verweisen auf ihren Film, den sie Ende März veröffentlichen wollen.

Die Gemeinschaft in Burgholz sei groß und der rote Faden ihrer Geschichte, erklären sie. Allerdings sei die Gemeinschaft so groß, dass sie manchmal sogar Konflikte konstruieren mussten, um Spannung zu erzeugen. „Wir sind ja auch keine Dokumentarfilmer, sondern sehen uns schon als Künstler an“, sagt Weitzel, der für Zahlen und Fakten zuständig ist, die im Sinne der Kunst eben an einigen Stellen angepasst werden müssen: „Das sind unsere Interpretationen von Geschichten“, ergänzt er: „Sie basieren auf wahren Begebenheiten, sind aber dennoch Fiktion.“

Wer ist der Auserwählte?

80 Minuten soll „Burgholz“ letztendlich lang sein. Besonders Ortsvorsteher Björn Debus habe sich bei den Planungen hervorgetan, lobt Müller. Insgesamt hätten sich die Bürger aber generell stark engagiert und gut mitgearbeitet.

Nun heißt es also: Abwarten und freuen auf die zweite „Dorfmystery“. Wie zum Beispiel schaffen es Müller und Weitzel, die Sage der drei Frauen aus dem Wald unterzubringen, die es zu fürchten galt – denn wer ihnen die Hand gab, soll bei lebendigem Leib verbrannt sein. Und wer ist der Auserwählte, der den Händedruck des Todes überlebte? Und wie und warum die Regisseure die extra angeschaffte Drohne zum Einsatz bringen. Fragen über Fragen, auf die nur der fertige Film eine Antwort geben kann.

Freiwillige, die sich noch an den Dreharbeiten beteiligen wollen, erhalten weitere Informationen und Kontaktdaten unter www.dorfmystery.de

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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