Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Von Nächten, Angst und Verwandlungen

Aufführung Von Nächten, Angst und Verwandlungen

Einen denkwürdigen Abend verlebten die mehr als 200 Besucher der "Nacht der Kultur", die der Fachbereich "Musik und Theater" der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain veranstaltete.

Voriger Artikel
90 Jahre - und kein bisschen müde
Nächster Artikel
Büffeln für das Wohl der eigenen Kinder

Die Oberstufler gestalteten eine beeindruckende „Nacht der Kultur“.Foto: Heinz-Dieter Henkel

Kirchhain . Mehr als 100 Darsteller der Jahrgangsstufen 11 bis 13 zeigten ausschnitthaft die Arbeit der vergangenen Monate. Zunächst traten Schüler der Fächer Geschichte, Religion und darstellendes Spiel in Zusammenarbeit auf, die mit dem Kirchhainer Geschichtsverein einen lokalen Bezug zur Erinnerung an die Pogromnacht von 1938 erarbeitet hatten.

Darsteller, Bühnenbild, geschichtliche Dokumente im Hintergrund, dazu die musikalische Dramaturgie verstärkt durch die Klavierbegleitung von Musiklehrer Michael Korte, lieferten eine berührende Dokumentation der hiesigen Ereignisse deutscher Geschichte.

Es folgten zwei herausragende Abiturarbeiten im Fach Darstellendes Spiel. Unter dem Titel: „Ein Held, ist ein Held, ist ein Held“ beleuchteten Eena Kloß und Lukas Riehl die Aspekte rund um das Heldentum einer Gesellschaft. Die Abiturprüfungscollage von Katharina Gröning, Annika Rodriquez und Daniel Theißen lautete: „Keine Angst im Dunkeln - ein Stück Dunkelheit“. Ihr Ziel war es, die Dunkelheit und die Angst vor ihr, aber auch ihren Gegenpart, das Licht, zu thematisieren, um ein ausgewogenes Bild der Nacht und ihrer Aspekte zu zeigen.

Die Abiturienten hatten im Vorfeld technische und künstlerische Aufgaben zu lösen. Zudem mussten sie freiwillige Mitspieler organisieren, die topmotiviert zu festgelegten Probenzeiten im richtigen Raum anwesend waren. „Kuchen, Schokolade und Gummibären sollen für ein solches Unternehmen hilfreich sein“, meinte Lehrerin Silke Trux, Regisseurin und Moderatorin des Abends.

Etwas völlig anderes folgte: Sechs kleine Zeichentrickfilme bestehend aus bis zu 800 Einzelbildern, entstanden im 12-er Kunstkurs von Theresia Zschornak, sorgten für viel Heiterkeit.

Dann folgte ein Beitrag des 12er-Leistungskurse Musik und Darstellendes Spiel. Er durfte als Appetithäppchen auf das Musik-Theaterstück „Coraline“ verstanden werden, welches am 26. September Premiere an der AWS haben wird.

Der größte Teil des Abends war der szenischen Collage nach Franz Kafkas „Die Verwandlung“ gewidmet. Der 11er-Kurs Darstellendes Spiel hatte sich mit der Erzählung auseinandergesetzt, in deren Zentrum Gregor Samsa steht, der eines Morgens „verwandelt“ in seinem Bett erwacht. Dabei entwickelten die Darsteller eine szenische Collage die in der Feststellung gipfelte: „Wer anders ist, gilt schnell als Böse“.

von Heinz-Dieter Henkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr