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Von Muppets und dem "Mombashing"

Karneval Von Muppets und dem "Mombashing"

Programmpunkte wie der Tanz des Elefantenballetts gehören beim Kolping-Karneval alljährlichen zu den Höhepunkten. Diesmal gab es indes auch eine Überraschung, für die sechs "Arbeiter" sorgten.

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Die Tänze der Neustädter Kolpinggardegehören traditionell zu den umjubelten Auftritten.

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt. Als Lena Nees, Michel und Jakob Gnau, Michael Ebel, Tobias Giehl und Dominik Weitzel ihren erfrischend anderen Auftritt beendeten, tobte das Publikum. Die sechs „Arbeiter“ hatten Werkzeugkisten und einen alten Metallschrank zu Instrumenten umfunktioniert und als Rhythmusgruppe für einen überraschenden Höhe­punkt gesorgt.

Die Abschlusspose der Kolpingsternchen.

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Traditionell zu den herausragenden Beiträgen des Neustädter Kolping-Karnevals gehören derweil „Henkel und Larry“ (Sebastian Henkel und Frank Bielert), die bei ihrem unterhaltsamen Rundumschlag nach einem Jahr des Verzichtes diesmal wieder zum „Mombashing“, also dem Herumhacken auf dem „geliebten“ Nachbarort, zurückkehrten. Unter anderem berichteten sie per Live-Ticker aus dem Krisengebiet Mengsberg, das von „Schwalmrebellen“ erobert worden sei. Während sich in dem Golddorf auf dem dortigen Maidan, dem Lindenplatz, Bürger träfen, die das Rad der Zeit nicht zurückdrehen und weiter zum Landkreis Marburg-Biedenkopf gehören wollen, gebe es auch in Neustadt Proteste. Das Motto dort: „Lasst uns Mengsberg - nehmt Momberg“.

2014 unter die Lupe genommen

Musikalisch nahmen neun „Gassejonge“ als „Neustadts Singende Agenten“ (NSA) das vergangene Jahr unter die Lupe. Sie forderten beispielsweise die Stadt auf, endlich etwas gegen Schwälmer Autofahrer zu tun, die auf der Suche nach Abkürzungen in der Innenstadt Verbotsschilder ignorierten und sich in den kleinen Gassen verfransten: „Ordnung kehrt nur ein, wenn man was tut -und nicht ständig auf den Akten ruht“, lautete ihr Fazit.

Die Kolpinggarde setzte sich in ihrem Showtanz mit der Frage „Helene Fischer oder Andrea Berg?“ auseinander. Des Weiteren befriedigten die Kolpingsternchen im „Boot Camp“ und die Hipp de Bibbs mit ihrer Interpretation der „Fifties“ die tänzerischen Ansprüche des Publikums. Eher durch ihre Verkleidung als Muppets als durch Eleganz glänzte derweil das Elefanteballett des Elferrats - und das, obwohl die Gruppe sogar Kermit fliegen ließ.

Sein Debüt in der Bütt gab „Gardist“ Michael Schmittdiel, der Einblicke in die Unternehmungen der Bürgerwehr gab. Weitere Büttenreden hielten die „Hongkong-Reisende“ Simone Michel und „Protokoller Jochen Schratz“. Zudem stellten zehn „Suppentanten“ einen Tag für „Menschen mit Menstruationshintergrund“ nach und sangen über die Geschäfte der Marktstraße. Alex Stein und Ralf Gies traten als „Dick und Doof“ auf, und natürlich fehlte auch die Ehrung der Repräsentanten der weiteren karnevalstreibenden Vereine nicht in dem von Andreas Gnau moderierten Programm.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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