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Von Knallern, Raketen und der Liebe

Karneval in Langenstein Von Knallern, Raketen und der Liebe

„Karneval der Liebe“ lautete das Motto, unter dem am Samstag in Langestein getanzt, gesungen und geschunkelt und gelacht wurde.

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Die Platt-Königin Christl Bock durfte in der Bütt nicht fehlen.

Langenstein. Der Saal des Langensteiner Dorfgemeinschaftshauses war brechend voll, als pünktlich um 20.11 Uhr Moderator Heiko „Stocki“ Stock die Bühne betrat und die Garde die Veranstaltung mit einer Tanzdarbietung eröffnete. In Minutenschnelle stieg die Stimmung im Saal, um bis zum Schlussakkord nicht mehr abzuflauen. Ob es der Langensteiner Landbote alias Willi Knack war, der neueste Nachrichten zur Verkehrsproblematik in Kirchhain, seine Mutmaßungen zu den mysteriösen Knallgeräuschen im benachbarten Emsdorf oder auch seine Sichtweise zum Thema Liebe zum Besten gab, ob die Jugendgruppe der Volkstanzgruppe, die 70er Jahre wieder aufleben ließ oder die lokale Karnevalsgröße Christl Bock in breitestem Platt von den Höhen und Tiefen ihres Alltags erzählte - die Langensteiner Aktiven waren einfach gut drauf. Ihr Publikum auch. Das sparten nicht mit Karnevalsraketen, zustimmendem Gesängen und donnernden Helau-Rufen.

Mit einem „Helau ihr Narren, wir sind wieder da, die Herbachspatzen, wie jedes Jahr“ kündigten sich nun schon zum 30. Mal die Herbachspatzen an. Gesprochen und gesungen ließen sie ihren Blick durch das vergangene Jahr streifen und berichteten von der Fusion der Kirchengemeinden, dem geschlossenen und wiedereröffneten Jugendclub, Bauarbeiten Sperrungen im Ort und dem vermüllten Friedhof: „Was wäre unser Dorf doch schön, wenn jeder seinen Scheiß mit nach Hause nähm“, hieß es.

Viel Haut zeigte das aus Nieder-Ofleiden angereiste Männerballett. Und bei der „Show mit Carmen Nebel“, in deren Rolle Christiane Nau geschlüpft war, kochte der Saal. Als Wildecker Herzbuben, Abba, Kastelruther Spatzen, Modern Talking und als Sketschup glänzten die Langensteiner Jungstars auf der Showbühne.

Über die Irren und Wirren der Anglizismen in der deutschen Sprache ließ sich Waltraut „Hermine“ Lauer aus. Die Volkstanzgruppe entführte die närrischen Zuschauer unter die heiße Sonne Mexikos und das Urgestein Rudi Böttner aus Nieder-Ofleiden hatte als Hannes ebenfalls einiges zum Thema Liebe beizutragen. Deutlich unterhalb der Gürtellinie erzählte er Schwank um Schwank aus seinem Liebesleben. Und der Saal? Der tobte!

Einen optisch gelungenen Abschluss des Abends bildeten die jungen Damen von der Langensteiner Garde, die einen Box-Showtanz zum Besten gaben, wie auch die Herren vom Langensteiner Männerballett, die sich innerhalb von Minuten gekonnt verjüngten.

Das Programm endete weit nach Mitternacht, doch getanzt, gesungen und geschunkelt wurde noch bis zum Morgen.

von Kristina Gerstenmaier

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