Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Von Brahms bis zu den Toten Hosen

Chorkonzert in Schwabendorf Von Brahms bis zu den Toten Hosen

Unter dem Motto „Froh zu sein…“ hatte der Gemischte Chor „AChorD“ Schwabendorf zu einem Chorgenuss quer durch die vier Jahreszeiten ­eingeladen.

Voriger Artikel
Ein schmutziges Geschäft
Nächster Artikel
Unterwegs auf Stadtallendorfs Straßen

Kinder vom Kinderturnen mischten sich für das Lied „I like the flowers“ unter die Sänger. Begleitet wurden sie dabei von Tine Brüning an der Orgel. Foto: Karin Waldhüter

Schwabendorf. „Froh zu sein bedarf es wenig“ - mit diesem bekannten Kanon begrüßten die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores „AChorD“ die Besucher in der Schwabendorfer Kirche. Zuvor hatten die Sänger vor der Kirche Aufstellung genommen und zogen, das bekannte Volkslied singend, ­unter der Leitung von Günter Retzlik in den Kirchenraum ein.

So bunt und abwechslungsreich wie der Verlauf der vier Jahreszeiten, so abwechslungsreich präsentierte sich auch der Gemischte Chor an diesem Abend. Während des rund achtzig-minütigen Konzerts zeigte der Chor, dessen Repertoire von modernen Songs über Gospels, Rock bis hin zur traditionellen Chormusik reicht, Ausschnitte aus seinem breiten Programm, das in der Schwabendorfer Kirche seine ganze Klangfülle entfaltete.

Der Gemischte Chor „AChorD“ zählt 65 Mitglieder, davon singen 30 Mitglieder im Chor. „Wir haben eine gute Altersmischung, dazu zählen Jugendliche bis hin zu unserem ältesten Mitglied Karl Naumann, der seit 67 Jahren aktiver Sänger im Chor ist“, erläutert der Vorsitzende Thomas Müller vor Beginn des Konzertes. Thomas Müller war es dann auch, der im Namen aller Sänger die Besucher in der Kirche willkommen hieß.

Maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung des Chores habe Chorleiter Günter Retzlik, betonte Müller. Unter seiner Leitung habe sich der Chor gut entwickelt und viele neue Lieder hinzugelernt. Retzlik leitet den Chor seit sechs Jahren. In seiner Ansprache machte Müller auf die Gründung des neuen Kinderchors und die erste Kinderchorprobe aufmerksam. Eingeteilt in Frühling, Sommer, Herbst und Winter präsentierte der Chor in seinem Programm 14 Lieder.

Ein Baum, ausgeschnitten aus Holz und direkt neben den Sängern im Altarraum aufgestellt, symbolisierte mit wechselnden Dekorationen wie Blüten, Äpfeln, Herbstlaub und weißen Schneeflocken optisch den Wechsel der Jahreszeiten. Mit vielen interessanten Informationen rund um die Jahreszeiten und einem jeweils passenden Gedicht, führte Sängerin Heike Rotmann unterhaltsam durch den Abend.

Mit „Horch, der erste Laut“ von Johannes Brahms und dem Lied „Im Frühling“ gab der Chor dann eindrucksvoll der heiteren Frühlingsstimmung Ausdruck. Begleitet von Tine Brüning an der Orgel traten die Kinder vom Kinderturnen in die Reihe der Sänger. Mit dem swingenden „I like the flowers“ ernten die jungen Sänger viel Applaus vom Publikum.

Mit dem heiteren „Der wachsame Hahn“ und einem fröhlichen Kikeriki ging das Programm sommerlich weiter und der Spaß am Singen stand den Sängern dabei ins Gesicht geschrieben. Das folgende Lied „Die Rose“ von Amanda McBroom, im Jahre 1979 für den Film „The Rose“ geschrieben, entfaltete in der Schwabendorfer Kirche seine ganze Kraft und die rund 60 Konzertbesucher lauschten ergriffen dem ausdrucksstarken Liedtext.

Bei „Mein kleiner grüner Kaktus“ hatten Sänger und ­Besucher gleichermaßen Spaß und mit Udo Jürgens‘ „Griechischer Wein“ ist die Zeit des Herbstes gekommen. Sehnsüchtig und erinnerungsschwer besingt der Chor das Gefühl in der Fremde, wieder zu Hause zu sein mit dem klassischen Stück „Heimweh“.

Bevor der erste Ton von „The Lion sleeps tonight“ aus dem Musical „König der Löwen“ erklingt, erlischt die Beleuchtung in der Kirche und stimmungsvoll ist der Chor in der vierten Jahreszeit angekommen. Mit „Dreaming“ hält schließlich besinnliche Stimmung Einzug in der Schwabendorfer Kirche.

Auf den Abschluss des Konzertes hatten sich die Sänger ganz besonders vorbereitet und das Lied „Tage wie diese“ der Düsseldorfer Punk-Band Die Toten Hosen neu einstudiert. Rhythmisch wurden die Sänger dabei unterstützt von Johann Brüning am Cajón. Mit anhaltendem Applaus forderte das Publikum eine Zugabe, die der Chor auch gewährte.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr