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Von Bischof Allwissend zu den Chicks

Büttenabend Von Bischof Allwissend zu den Chicks

Mal ging es um die Politik, mal um die Gesellschaft, mal war es einfach nur lustig: 500 Besucher amüsierten sich über das Programm, das 200 Akteure beim Büttenabend der Kolpingfamilie gestalteten.

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Das närrische Programm als Zusammenfassung

Olga Schmitt und Lidia Berkei spielten beim „Kaffeeklatsch“ eine Frau vom Lande und eine aus der Stadt. Sie kritisierten und beleidigten sich solange, bis sie die Bühne verließen.

Quelle: Jonas Hielscher

Stadtallendorf. Sitzungspräsident Alfred Fink leitete mit gekonnten Sprüchen und Reimen durch das Programm, an dem sich 20 Gruppen beteiligten. Den Auftakt machten die „Funkengarde“-Nachwuchstänzerinnen im Grundschulalter. Das Publikum belohnte sie mit einer Rakete, die auch die „Petteenis“ in Hawaii-Kostümen ernteten, nachdem sie das Publikum von fernen Stränden hatten träumen lassen. Helmut Weitzel führten zusammen mit Dominik Naumann und einer Kindergruppe einen Tanz zum Lied „Von allein“ auf.

Schunkelrunden gab es nur eine einzige. Dabei mussten das Publikum und die Prominenz aus der Politik Körpereinsatz zeigen: Bei Aufruf eines bestimmten Wortes mussten die Angesprochenen sich von den Plätzen erheben und laut „Hier“ rufen - ein Schicksal, das Bürgermeister Christian Somogyi häufig ereilte.

Die „Zumba-Zumba“-Gruppe zeigte ihr Können - dabei gewannen noch rund zwei Dutzend Besucher einen Gutschein für einen Schnupperkurs bei den Tänzerinnen. Die „Kolping- Garde“ und die Garde „Show Tanz“ begeisterten ebenso wie das FCKK-Tanzmariechen Marie-Christin Falker und Jenny Falker, Tanzmariechen aus Niederklein, mit ihren Auftritten.

Landei und Städterin geben sich...

Nach einem Gastspiel des FCKK-Prinzenpaares trauerte Susanne Görge, die Prinzessin der Kolpingfamilie, „ihrem Mario“ nach, der zum FCKK übergelaufen war - eben als jener Prinz (Mario Huhn), der gerade die Bühne verlassen hatte. Doch im Nu war der närrische Herrscher Stadtallendorfs wieder auf der Bühne und hielt zusammen mit Susanne der Ersten eine hochpolitische Büttenrede, mit vielen Vorschlägen für und Spekulationen über die Arbeit der Lokalpolitiker.

Pierre Brandenstein, der ehemalige CDU-Bürgermeisterkandidat, hatte seinen ersten Auftritt und sprach als „Schultheiß“ Recht und Ordnung. Olga Schmitt und Lidia Berkei spielten beim „Kaffeeklatsch“ eine Frau vom Lande und eine aus der Stadt. Sie kritisierten und beleidigten sich solange, bis sie die Bühne verließen.

Musical übers Rotkäppchen

Die betrat dann Pfarrer Diethelm Vogel, der in der Bütt die „Doofe Nuss“ gab. Birgit Schmitt beklagte sich als „Silberbraut“ über die immer gleiche Verfahrensweise ihres Mannes in 25 Jahren Ehe. Die meisten Lacher bekam Hans-Joachim Görge als „Bischof Josef Allwissend“, der Anrufe besorgter Bürger und des gläubigen Volkes entgegennahm und sich über verschiedene Personen lustig machte.

Aus Wollmar war eine Gastgruppe zu Besuch, die die „Wahre Erzählung vom Rotkäppchen“ als kurzes Musical aufführte. Jedes Jahr treten zudem die „Feuerhexen“ in der Stadthalle auf. Diesmal tanzten sie zu einem Samba-Song.

Als Männertanzgruppen traten zunächst die „Kolibris“ auf. Sie spielten Piraten und Untote, die ihren Tanz auf der Bühne zeigten. Hinzu kam der Höhepunkt: die „Wild Chicks“ aus dem alten Dorf. Als sie sich Hosen und T-Shirts vom Leib rissen, schrie die Damenwelt vor Begeisterung - und zwar so laut, dass die „Chicks“ die einzige Gruppe war, die eine Zugabe zeigen durfte.

von Jonas Hielscher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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