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Vom alten Bauhof bleibt Schuttberg

Stadtallendorf Vom alten Bauhof bleibt Schuttberg

Ein Schredder hat die Mauern, die Pflasterungen und Betonflächen des Betriebshofes zu kleinen Steinen und Staub verarbeitet. Im Januar beginnt jetzt der Neubau eines gemeinsanen Baubetriebshofs.

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Stadtallendorf. Nachdem sämtliche Bäume gerodet, alle Bauwerke abgebrochen und geschreddert und auch frühere Schutthalden von Straßenarbeiten abgefahren sind, erschlägt die große Freifläche schon beinahe. Allein das Grundstück, auf dem der neue Baubetriebshof entsteht, hat eine Größe von 19200 Quadratmeter.

Nach rund vier Wochen des Abbruches und des Planierens ist jetzt der Weg endgültig frei für den mit insgesamt 5,38 Millionen Euro veranschlagten Baubetriebshof-Neubau. Wenn die Witterung es erlaubt, so soll es im Januar zunächst in den Boden gehen, um neue Wasser- und Abwasserleitungen zu verlegen.

Eine Herausforderung ist der Erdaushub für die Kanalgräben. Denn bildlich gesprochen jede Baggerschaufel muss auf Altlasten untersucht werden. Erst dann entscheidet sich, ob der Boden wieder verbaut werden kann. Ansonsten muss er je nach Belastung als Sondermüll entsorgt werden (die OP berichtete). Wie sich herausgestellt hatte, liegen von einem früheren Schrottplatz noch Altlasten im Boden. Deshalb muss die Stadt ein sogenanntes Bodenmanagement nachweisen. Und deshalb werden sich die tieferen Erdarbeiten auf ein Minimum beschränken.

Vier Meter unterhalb des früheren und künftigen Baubetriebshofgeländes liegt in Richtung Scharnhorststraße eine weitere städtische Fläche von etwa 3500 Quadratmetern Größe. Dort entsteht in den nächsten Monaten ein Rückhaltebecken. „Der Kanal in der Scharnhorststraße kann ansonsten das Oberflächenwasser vom Bauhofsgelände ohne einen Puffer nicht aufnehmen“, erläutert Sigrid Waldheim, Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Dienstleistungen und Immobilien (DuI). Dem Eigenbetrieb DuI wird der Löwenanteil von 77 Prozent des künftigen gemeinsamen Bauhofs zugerechnet werden. Die Stadtwerke tragen den übrigen Teil. Dementsprechend sind auch die Baukosten auf die jeweiligen Haushaltspläne aufgeteilt.

Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) ist nach wie vor überzeugt, dass die höheren Ausgaben für die Altlasten-Beseitigung richtig sind: „Denn wir führen dieses Grundstück wieder einer sinnvollen Nutzung zu und sparen uns im Gegenzug das Geld für den Kauf eines anderen.“ Noch unklar ist, was aus dem jetzigen Bauhofsgelände neben der Bärenbachschule wird. Der Kreis hatte Interesse daran angemeldet, um dort möglicherweise einen Erweiterungsbau für die Schule zu schaffen. Ob das aber Realität wird, ist offen. „Doch das Gelände ließe sich auch anderweitig vermarkten“, sagt Waldheim. Bis dahin ist auch noch Zeit, die Einweihung des neuen Bauhofs ist für Ende 2015 geplant.

von Michael Rinde

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