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Vom Start weg für die Stadt im Einsatz

50 Jahre Verkehrsverein Vom Start weg für die Stadt im Einsatz

In seinem Jubiläumsjahr verzichtet der Stadtallendorfer Verkehrsverein auf eine große Feier. Der Vorstand will lieber einen guten Zweck unterstützen und damit Menschen in der Stadt helfen.

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Das Europastraßenfest, heute Europafest, ist mit dem Verkehrsverein untrennbar verbunden.

Quelle: Archiv: Uwe Brock

Stadtallendorf. Es schien zeitweilig so, als stünde eine Stadtallendorfer Institution vor dem Aus, weil es an Nachwuchs für den Vorstand mangelte. Doch am Ende fand sich ein Team, das weitermacht.

Ein großes Fest gibt es anlässlich des 50-jährigen Bestehens nicht. Der Verein will lieber spenden, der Empfänger steht auch schon fest.

Vorsitzender Peter Ulrich spricht gegenüber der OP über die Vereinsgeschichte, die angehäuft ist mit einigen Ereignissen, die untrennbar mit der Entwicklung Stadtallendorfs verbunden sind. „Seine Blütezeit hatte der Verkehrsverein sicherlich gleich in seinen ersten Jahrzehnten“, sagt Ulrich rückblickend. Am 24. September 1965, nach einem Aufruf des damaligen Magistrats der Stadt, wurde der Verkehrsverein gegründet. Mit diesem Ereignis ist der Name von Gerhard Bombös untrennbar verbunden, er war der erste Vereinsvorsitzende. Wie die OP vor genau zehn Jahren berichtete, waren es beim Start genau 43 Mitglieder.

Vorsitzender berichtet von Glanzzeiten des Verkehrsvereins

Der Verkehrsverein entstand, um Aufgaben zu bewältigen, die die Stadt alleine seinerzeit nicht stemmen konnte. In die von Ulrich angesprochenen Glanzzeiten fielen einige besondere Ereignisse. Erwähnt sei etwa der Kampf mit der Landesregierung um den Namen „Stadt Stadtallendorf“ im Jahr 1976. Damals war bereits Horst Fisbeck Vorsitzender. Es gelang dem Verein, 20 Prozent der Stadtallendorfer Bürger für eine Unterschriftenaktion zu gewinnen. Das reichte, um das Wort „Stadt“ im Stadtnamen zu erhalten.

Der Verein entwickelte eine Initiative für die Schaffung des Stadtbusverkehrs, er ist mit dem Slogan „junge Stadt im Grünen“ untrennbar verbunden und natürlich auch mit dem Europastraßenfest. 1990 hob der Verein das Fest, das heute ein „Markenzeichen“ Stadtallendorfs ist, aus der Taufe. 2002 wurde der Weltrekord der längsten Brotzeittafel beim Europafest aufgestellt. Später gründete sich ein eigener Arbeitskreis. „Der Verein musste erkennen, dass er das Fest auf Dauer nicht alleine schultern konnte“, sagt Ulrich, der seit 1978 Mitglied ist.

Mit dem Verkehrsverein sind unzählige Vortragsveranstaltungen verbunden - und auch die beliebten Pfingstkonzerte im Heinz-Lang-Park. Das wird es auch 2016 wieder geben, wie Ulrich verspricht.

"Wir brauchen Leute, die bereit sind, etwas zu tun"

Was kann der Verkehrsverein jungen Interessenten bieten, die sich für eine Mitgliedschaft interessieren? Peter Ulrich fallen viele Dinge ein. „Bei uns könnten auch neue Mitglieder mit Ideen und Initiativen schnell mitgestalten“, sagt er. So könnten sie sich beispielsweise für den Verein bei den Gremien für das Stadtmarketing oder den Verkehr engagieren. „Wir brauchen Leute, die bereit sind, etwas zu tun“, betont Ulrich. Auch für ehrenamtliche Referenten, die bürger- und verbrauchernahe Vortragsthemen anbieten, ist der Verein immer offen.

Jüngstes Kind des Verkehrsvereins ist die Modellbaugruppe. Ihre Ausstellungen in der Mehrzweckhalle sind über die Welt der Modellbauer hinaus inzwischen eine Institution geworden. Am 29. November ist es wieder soweit. Die Gruppe hat mittlerweile ihren eigenen Raum im Kirchhainer Weg.

Und noch etwas ist dem Verkehrsverein zu verdanken. Seit der Gründung hat er im Stadtgebiet rund 100 Ruhebänke aufgestellt, zuletzt in diesem Jahr am Märchenpfad.

In der Zeit vom 13. bis zum 16. Juni nächsten Jahres plant der Verkehrsverein unter dem Titel „3 Flüsse, 3 Seen, 3 Städte“ auch wieder eine größere Fahrt. Sie führt nach Franken, Ostbayern und in das Salzkammergut. Ulrich nimmt bereits Anmeldungen entgegen.

  • Kontakt: Peter Ulrich, Telefon 06428/5842, E-Mail: puulrich@aol.com

von Michael Rinde

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