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Vom "Punkt" ist die Milchbar am besten

Dorffest Vom "Punkt" ist die Milchbar am besten

Eine Höhepunkt der Feierlichkeiten anlässlich des 30-jährigen Bestehens des SV Rüdigheim war eine Partie der "All Stars" des Vereins gegen eine Traditionself von Eintracht Stadtallendorf.

Rüdigheim. Die Auswahl ehemaliger Spieler des SV Rüdigheim hielt die Partie bis zum Schluss spannend, freute sich Vorsitzender Heiko Herz. Die Gastgeber führten zur Halbzeit sogar mit 2:0, dann jedoch drehte die Eintracht auf und sicherte sich mit 4:2 den Sieg. „Die technische Überlegenheit muss man einfach anerkennen. Es war ein toller Tag“, lobte Gerhard Gawlitza, der zweite Vorsitzende des SVR.

Ein weiterer Höhepunkt des Festwochenendes war ein Elfmeter-Schießen für Ortsvereine. Bei den Männern siegte die Milchbar vor der B-Jugend des SVR. Das Neunmeter-Schießen der Frauen gewann der Junge Chor vor den Landfrauen.

Ansonsten ist beim SV Rüdigheim vornehmlich die umfangreiche Turnabteilung aktiv. Sie gliedert sich in sechs Gruppen: Frauengymnastik, Kleinkindersport, Kindertanzen, Walking, Rückenfitness und Entspannung. Im Laufe der vergangenen Jahre hatte die Fußball-Aktivität beim SVR immer mehr abgenommen. Mitte 2009, nach 26 Jahren, sah sich der Vorstand gezwungen, den Spielbetrieb der ersten Seniorenfußballmannschaft einzustellen. Heute spielt die Jugendmannschaft in der Jugendspielgemeinschaft Mardorf. Die älteren Mitglieder haben sich mit der Alt-Herren Spielgemeinschaft TSV 1888 Amöneburg zusammengeschlossen.

Der SVR war im Juni 1983 gegründet worden. Zur ersten Versammlung erschienen damals 40 Bürger, die neben Fußball auch Tischtennis spielen oder Frauengymnastik betreiben wollten. Die ersten Jahre des neuen Vereins gestalteten sich recht problematisch: Es gab weder Sportplatz noch Umkleidekabinen oder Duschen. Trainiert wurde in Kirchhain.

Ein eigener Platz musste her. Die engagierten Mitglieder fanden eine Wiese im Ort und wandelten sie in Eigenleistung in einen provisorischen Fußballfeld um. Die Stadt spendete zwei Tore - und fertig war der Platz. Das erste Heimspiel gegen den TSV Speckswinkel (1:1) brachte dann auch gleich den ersten Punktgewinn.

Nach einigen Jahren aktivem Spiel, reichte das provisorische Feld schließlich nicht mehr aus. Gemeinsam mit der Stadt erschlossen die Vereinsmitglieder in zahllosen Stunden Eigenarbeit das Gelände des heutigen Sportplatzes. Im Jahr 1990 stand die Einweihung an. Drei Jahre später hatten sich die Mitglieder noch ein Vereinsheim gebaut und sogar rund 450 Meter Versorgungsleitungen verlegt. „Damals gab es eine regelrechte Euphorie“, erinnerte sich Ehrenvorsitzender Paul Herz.

Ein Höhepunkt der Geschichte war vor etwa zehn Jahren das Spiel der Traditionsmannschaften von Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.

von Ina Tannert

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