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Vom Anbieterwechsel bis zum Erbrecht

Verbraucherberatung Vom Anbieterwechsel bis zum Erbrecht

Verbraucher suchen häufig nach Antworten aus kompetentem Munde im persönlichen Gespräch. In Stadtallendorf sollen sie ab dem 24. September diese Antworten auf viele ihrer Fragen erhalten.

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Fachbereichsleiter Hubertus Müller (von links), Beraterin Christel Schnaudt, Vorsitzende Anne Mitschulat, Stadtjugendpfleger Walter Mengel, Bürgermeister Christian Somogyi und Anwalt Holger Weege stellten das Angebot vor.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Die Beratung soll wieder näher zu den Menschen, die sie benötigen. So lautet das erklärte Ziel des Landesverbands Hessen „DHB-Netzwerk Haushalt“. In Marburg ist das Beratungsangebot seit Jahren im Steinweg etabliert. Ab Donnerstag, 24. September, sitzen Beraterin Christel Schnaudt und Rechtsanwalt Holger Weege im Besprechungsraum 2 im Stadtallendorfer Rathaus, von 15 bis 18 Uhr.

Die Beratung findet an jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat statt. Christel Schnaudt berät zu Themen, die von der Ernährung über den Wechsel des Stromanbieters, Hilfen bei der Wahl eines Produktes bis hin zum Umweltschutz reichen. Für ihre Beratung ist keine Voranmeldung nötig.

Handeln muss der Betroffene am Ende selbst

Bei Rechtsanwalt Weege ist eine Voranmeldung nötig. Weege arbeitet seit zwei Jahrzehnten für „DHB-Netzwerk Haushalt“. Er bietet eine Erstberatung an. Das Themenspektrum ist dabei groß, wie seine Erfahrung zeigt. „Es reicht von Problemen mit dem Handyvertrag bis hin zum Erbrecht“, sagt er. Ziel ist es, dem Verbraucher eine Hilfe, eine erste Einschätzung an die Hand zu geben. Handeln muss der Betroffene am Ende naturgemäß selbst. Weege schätzt ein, welche nächsten Schritte nötig sind. Ob ein einfaches Schreiben ausreicht oder sich der Betroffene am besten umgehend an seinen Rechtsanwalt wenden sollte, weil Fristen zu verstreichen drohen.

Bei aller Beratung, die der Verein anbietet, gehe es um die sprichwörtliche Hilfe zur Selbstverhilfe, verdeutlichte gestern Anne Mitschulat. Sie ist Vorsitzende von „DHB-Netzwerk Haushalt Hessen“. Der Verein wird finanziell vom Land unterstützt. Ganz praktische Hilfe kommt von der Stadt Stadtallendorf, die ihre Räume wie auch Infrastruktur bereitstellt. Bürgermeister Christian Somogyi hält das neue Angebot für eine sehr wichtige Bereicherung für die Bürger im gesamten Ostkreis. „Verbraucherfragen nehmen immer mehr zu“, betonte er am Donnerstag bei der Präsentation.

Beratung gibt es für geringe Entgelte

„DHB-Netzwerk Haushalt“ ist aktuell an sieben Orten in Hessen mit Verbraucherberatungen ständig präsent. Sechs Außenstellen mit Sprechstunden kommen jetzt landesweit Zug um Zug hinzu, um Lücken im Netz zu schließen. „Stadtallendorf als Industriestadt mit großem Einzugsgebiet hatte für uns eine gewisse Priorität in dieser Region“, sagt Anne Mitschulat. Ob es vergleichbares in der Zukunft auch im Westkreis, sprich Hinterland geben wird, ist noch nicht abzusehen.

Kostenfrei ist die Beratung durch die Experten des Vereins nicht, die Entgelte halten sich aber sehr im Rahmen, richten sich teilweise auch nach dem Aufwand, der nötig ist. Für eine rechtliche Erstberatung durch den Rechtsanwalt zahlen die Verbraucher zehn Euro. Bei der klassischen Verbraucherberatung durch Christel Schaudt liegen die Kosten je nachdem zwischen fünf und sechs Euro.

Trotz des hohen Stellenwerts, den Verbraucherthemen in den verschiedenen Medien genießen, halten Anne Mitschulat und ihr Team das persönliche Gespräch nach wie vor für wichtig, für viele Menschen auch für unentbehrlich. Ausdrücklich richtet sich das Beratungsangebot auch an Menschen mit Migrationshintergrund, bei denen es beim Umgang mit dem deutschen Verbraucherrecht mitunter größere Wissenslücken gebe, wie die Berater verdeutlichen.

Wer einen Termin für eine rechtliche Erstberatung in Stadtallendorf haben möchte, kann sich unter der Rufnummer 06421/27277 telefonisch anmelden.

von Michael Rinde

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