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Vollsperrungen gibt es nur zeitweise

Ausbau südlicher Stadteingang Vollsperrungen gibt es nur zeitweise

Statt eines Minikreisels will der Magistrat am Amöneburger Tor einen Fahrbahnteiler mit Querungshilfe für Fußgänger einrichten. Kirchhains Bauausschuss sprach sich für diesen Vorschlag aus.

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In der Untergasse wird in den Osterferien mit der Sanierung der Kanalanschlüsse begonnen.Foto: Klaus Böttcher

Kirchhain. Mit dem einstimmigen Beschlussvorschlag des Bau-, Planungs-, Stadtsanierungs- und Dorferneuerungsausschusses für den Fahrbahnteiler ist der Minikreisel quasi vom Tisch.

Nach einer gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr sollte das Planungsbüro zunächst die Kosten für die drei durchdiskutierten Varianten vorlegen: Am billigsten wäre das Bauen nach dem bisherigen Bestand, teilten die Experten mit. Der Bau eines Minikreisels würde 152500 Euro kosten - das wäre also die teuerste Variante. Rund 142 500 Euro werden für die Variante mit dem Fahrbahnteiler fällig.

Der Magistrat entschloss sich nach Abwägung aller verkehrlichen Belange für den Fahrbahnteiler. Dies erfolgte in dem Wissen, dass nach Auffassung der Fachingenieure der Minikreisel den größten Einfluss auf den Verkehr hätte: Durch ihn wäre die größte Geschwindigkeitsreduzierung bewirkt worden.

Volker Dornseif, der Bauamtsleiter der Stadt, informierte die Ausschussmitglieder über die geplanten Bauabschnitte und den zeitlichen Rahmen des Projektes: Nachdem der Verkehrsverein beim Magistrat gegen eine monatelange Vollsperrung der Untergasse und des Amöneburger Tors protestiert hatte, erarbeite die Stadt in Verbindung mit Hessen mobil eine neue Planung. Die Bauarbeiten werden nun entzerrt. Bereits in den Osterferien soll die Sanierung der Kanalhausanschlüsse in der Untergasse und dem Amöneburger Tor beginnen. Es ist vorgesehen, die Fahrbahn nur halbseitige zu sperren. Sollte eine Vollsperrung notwendig werden, dann ist vorgesehen, dass Autofahrer auf die Straßen Gänseburg oder Erbsenberg als Durchgangsstraßen zurückgreifen können. Der Schwerverkehr soll während des gesamten Bauprojektes weiträumig umgeleitet werden.

Man gehe jetzt in die Bauausführungsplanung, wobei eine Abstimmung mit Hessen Mobil stattfinde, erklärte Dornseif, und betonte, dass es sich um eine Gemeinschaftsprojekt handele. In mehreren Abschnitten sollen die einzelnen Teilbereiche fertiggestellt werden - wobei es nicht immer Vollsperrungen gebe. Eine Information, die bei den Zuschauern der Sitzung für Zufriedenheit sorgte. Die Mitglieder des Vorstandes des Verkehrsvereins zeigten sich erfreut, dass ihr Votum so umgesetzt wurde, dass es nur zu kurzzeitigen Vollsperrungen kommen wird.

Während der Ausschusssitzung wurde Werner Metke, dem Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes „Marburger Land“, Rederecht eingeräumt. Er wies darauf hin, dass die modernen Landmaschinen immer breiter würden - einige seien bis zu 3,50 Meter breit. Dies möge bei den Planungen berücksichtigt werden: Eine Straßenbreite von vier Metern sei durchaus angebracht, erklärte er und bat zudem um Beachtung, dass landwirtschaftliche Maschinen mit angebauten Geräten bis 4,50 Meter breit seien und die Straße überqueren würden: Deshalb dürften Aufbauten beim Fahrbahnteiler höchstens einen halben Meter Höhe haben.

n Über die geplante Aufwertung des Stadteingangs Amöneburger Tor berichten wir gesondert.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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