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Voller Einsatz für den guten Zweck

Spendenlauf Voller Einsatz für den guten Zweck

Beim "Run for help" der Mittelpunktschule Wohratal gingen 230 Erst- bis Zehntklässler an den Start, um Menschen zu helfen, die an multipler Sklerose (MS) erkrankt sind.

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Unter dem Motto „Gesunde Füße laufen für kranke Füße“ gingen die Schüler auf die Strecke. Derweil drehte Leiter Bernd Gökeler (linkes Bild) zusammen mit anderen Mitgliedern der MS-Selbsthilfegruppe einige Runden im „Rolli“. Hier holt er sich einen Stempel bei Katrin Beck.Fotos: Karin Waldhüter

Halsdorf. Schon zum zweiten Mal nach 2008 richtete die Mittelpunktschule Wohratal einen Benefizlauf für MS-Erkrankte aus. Der Erlös kommt der Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf und der Beratungs- und Betreuungsarbeit für Menschen, die an multipler Sklerose erkrankt sind, zugute.

Bevor die Schüler auf die rund 400 Meter lange Strecke gingen, richtete Schulleiter Michael Vaupel das Wort an die Jungen und Mädchen, die in ihren Sportanzügen auf dem Schulgelände schon ungeduldig auf den Startschuss warteten. Besonders freute er sich über die vielen Gäste, die die Schüler mitgebracht hatten - und natürlich über die Paten, die sich die Schüler für ihren Lauf gesucht hatten. Nach dem großen Erfolg des ersten Benefizlaufes wünschte Vaupel viel Erfolg und lobte Sportlehrerin Katrin Beck für die Organisation.

„Es freut uns sehr, dass ihr für uns lauft“, erklärte dann Bernd Gökeler, Leiter der MS-Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf. Er hatte noch weitere Mitglieder der Selbsthilfegruppe mitgebracht und versprach, einige Runden mithilfe der „Rollis“ mitzudrehen.

„Wenn Engel laufen, lacht der Himmel“, sagte Vaupel mit Blick auf das gute Wetter. Genau zwei Stunden sollten die Schüler Zeit haben, um so viele Runden wie möglich zu schaffen. Dabei war es durchaus erlaubt, einen Teil der Strecke gehend zurückzulegen. Und mit jedem Stempel, den die Schüler nach jeder Runde auf den Arm gestempelt bekamen, stieg die Summe des gesammelten Geldes.

Als zusätzliche Motivation hatte der Schulleiter noch jedem Schüler, der 15 Runden schafft, ein kostenloses Stück Kuchen versprochen. Dann gab Beck den Startschuss. Voll motiviert machten sich die Schüler auf die Strecke. Von den Startern der Klassen eins bis vier schaffte Emily Muth mit 36 Runden die längste Strecke. Mit 51 Runden war Fabian Lauer der ausdauerndste Schüler der Klassen fünf bis sieben. Und Jannik Seibert und Michael Schwarz (Klassen 8 bis 10) schafften mit 56 exakt gleich viele Runden.

Als vollen Erfolg wertet Beck den Benefizlauf, auch wenn es mit dem Ausrechnen der erlaufenen Summe noch etwas dauert. „Die Schüler haben ordentlich Gas gegeben, und es hat alles wunderbar geklappt“, erzählte sie.

Doch beim „Run for help“ geht es nicht nur um sportliche Leistungen. So haben die Grundschüler im Vorfeld des Spendenlaufs Einiges über die neurologische Erkrankung multiple Sklerose erfahren. Sylvia Buxmann, „Run-for-help“-Koordinatorin vom hessischen Landesverband, und die MS-Betroffenen Margret Wimmel, Klaus Homberger, Bernd Gökeler und Heike Emmel waren vorab mehrmals in der Schule gewesen. Im Unterricht erzählten sie, was multiple Sklerose mit dem Körper macht, wie es ist, damit zu leben, und mit welchen Einschränkungen sich ein Betroffener arrangieren muss. Unterstützt wurden sie dabei von Katrin Beck und Schulleiter Michael Vaupel.

Eltern hatten für den Lauftag zahlreiche Kuchen gespendet, die gegen eine freiwillige Spende abgegeben wurden. Genau wie der Betrag aus dem Würstchenverkauf, ist das Geld für den guten Zweck bestimmt.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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