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Vier Büttenredner für ein "Hellauluja"

Karneval Vier Büttenredner für ein "Hellauluja"

Beim Seniorenfasching hatten Stephan Maus und Winfried Bieker schon für Lachtränen gesorgt. Beim Büttenabend des Roßdorfer Carnevals Clubs waren sie erneut die unangefochtenen Stars der Bütt.

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Anton (Stephan Maus, links) und die „polnische Harz’erin“ (Winfried Bieker) im Zusammenspiel.

Quelle: Karin Waldhüter

Roßdorf. Seit dem vergangenen Jahr hat die närrische Zeit in der Faschings-Hochburg Roßdorf mit dem Büttenabend einen weiteren Höhepunkt. Rund 150 Besucher lachten am Mittwochabend Tränen, erfreuten sich an Tanzdarbietungen und den mit ihrer Präzision überzeugenden RCC-Garden und ließen die Akteure während des dreistündigen Programms mit manchem dreifach-donnernden „Rissdorf Deer zou“ hochleben.

Für den ersten Augenschmaus sorgte das neue Prinzenpaar Pia I. (Esch) und Luca I. (Fuchs), die in den nächsten zwei Jahren die Narren durch die Kampagnen führen. „Heut’ wird geschunkelt und gelacht, bis die Halle auseinanderkracht“, versprach das neue Prinzenpaar, das standesgemäß von Sitzungspräsident Christopher Greb vorgestellt wurde.

Auch Politisches ein Thema

„Borchemeester“ Michael­ Richter Plettenberg hatte sich für dieses Jahr überlegt, etwas „Politisches“ zu machen und lokale Themen anzusprechen. Als „Mister Kulturspektakel 2015“ sprach das singende Stadtoberhaupt vier Themen an: die Haushaltsberatungen, die Grundsteuer, den geplanten „Bau der Riesenhalle“ und das Kulturspektakel. Das Gerücht, dass der Bürgermeister sich von dem „nicht eingenommenen Geld“ beim Kulturspektakel goldene Schuhe kaufen würde, wies der goldene Schuhe tragende „Mister Kulturspektakel“ ausdrücklich zurück. Wenn er an Amöneburgs Kommunalpolitik denke, dann sage er manchmal leise zu sich selbst: „Mein Gott Walter“, um dann das gleichnamige Lied anzustimmen.

Ohne jeden Zweifel sind Altpräsident Winfried Bieker, das Urgestein der „Rissdorfer Foasenocht“, und Stephan Maus, Vorsitzender des RCC und Ortsvorsteher, in der Bütt kaum zu toppen. Als Straßenkehrer Anton (Maus) und „polnische ­Harz’­erin“ (Bieker) sorgten das närrische Traumpaar der Rissdorfer Foasenacht für Lachsalven.

Ins Visier nahmen die beiden erst einmal Pfarrer Vogler, bei dem sich die Harz’erin um eine Stelle als Haushälterin bewerben will. Gleich darauf wendeten sie sich dem Bürgermeister zu: „Der will‘s der EU nachmache: das vereinigte Kirchburgia - mem scheppe Berg als Hauptstadt“, erklärten sie. Der Bau einer Konzerthalle sei doch Schnee von gestern, jetzt solle auf der Erddeponie eine Großsprungschanze mit Kirchhain als Parkplatz gebaut werden. Da tue ihnen der „arme Kirchner“ leid. „Hach, der muss sich halt als Schanzenwärter bewerben“, sinnierten sie über die Zukunft des scheidenden Stadtoberhauptes von Kirchhain.

Mit einem "Hallauluja" in die Bütt

Weitere Auftritte hatten der „Gleer Jung“, Christoph Grimmel, und der „Obermessdiener vom Fuldaer Dom“, Stephan Maus, der mit einem „Hellauluja“ in die Bütt stieg. Als der Mann, der als einziger samstags dem Tebartz seine Badewanne vollmachen könne und sogar Bürgermeister Richter-Plettenberg die Beichte abgenommen habe, hielt er auch gleich einen Vorschlag zur Rettung der Stadtfinanzen parat: Ans Mardorfer Gemeenshaus soll eine rote Laterne dran, leichte Mädchen schafften dort in drei Schichten an. „So können Gebühren deckend sein“, erklärte Maus.

Weitere Programmpunkte waren die Auftritte der RCC-Jugendgarde, der Tanzmariechen Alissa Jansen und Dana Luzius, des RCC-Tanzpaares Tessa Wiegand und Max Pöltl, der Showtanz der RCC-Garde als Matrosen zur See, der RCC-Prinzengarde und der RCC-Präsidentengarde. Eine grandiose Show zeigten die „Klatschweiber“ und die „Flying Hippos“, die in tollen Kostümen und als Heidi, ­Peter und eierloser Osterhase allerlei bekannte Persönlichkeiten antrafen, beziehungsweise als „Krankenschwestern“ ­einen Tanz aufführten und die Mehrzweckhalle so zum Beben brachten.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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