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Heidelbeertanz

Viele Helfer arbeiten für ein gemeinsames Ziel

Große Feste erfordern umfangreiche Vorbereitungen. So auch beim ­traditionellen Rauschenberger Heidelbeertanz in und um die Schlossruine.
Die Sektbar wird mit vereinten Kräften im Inneren der Schlossruine aufgebaut. Foto: Heinz-D. Henkel

Die Sektbar wird mit vereinten Kräften im Inneren der Schlossruine aufgebaut.

© Heinz-D. Henkel

Rauschenberg. Es ist still im Schlossberg. Nur ab und an verliert sich ein Tourist auf die Anhöhe nahe der Stadt, um nach der Schlossruine zu schauen. Da fällt auf, wenn Gehämmer oder der Klang eines Akku-Bohrer die Ruhe stören. Dann ist wieder August und der Heidelbeertanz naht.

Als Erster ist seit Jahren Horst Siegert vor Ort. Er mäht, räumt Äste und Blätter beiseite, bis die Wege frei sind und das Gelände vorzeigbar ist. In der Woche vor der Traditionsveranstaltung, die einstmals vom Gesangverein begründet wurde und die der TSV Rauschenberg vor elf Jahren übernommen hat, beginnt der Aufbau. Zuerst ist der Tanzboden dran.

Für diesen Job haben sich im Laufe der Jahre Spezialisten herausgebildet. So ist für den Unterbau der Tanzfläche Rentner Dieter Braun der Bauleiter. „Der braucht keine Wasserwaage“, meint Siegert, der mehr oder minder die ganze Woche im Wald um die Ruine zubringt.

Für den Wasseranschluss ist Wolfgang Ludwig zuständig, der diesmal nicht an die Schläuche kommt, die auf den kleinen Oberboden des Anbaus an das ehemalige Turnerhäuschen lagern. In der Zwischendecke haben sich Wespen eingenistet. „Wenn die mich stechen, bin ich den Rest der Woche krank“, sagt der ehemalige Fußballer mit Blick auf seine Unverträglichkeit. So gilt es zunächst, Insektenspray aufzutreiben.

Auch junge Helfer sind mit im Boot

Immer wieder sind es Kleinigkeiten, die für größeren Aufwand sorgen. Zwar besitzt die Hütte einen Elektroanschluss, doch arbeiten alle wegen der Flexibilität mit Akkuschraubern. Und wenn der Akku leer ist muss erst einmal Ersatz her.

Im Inneren der Hütte ist Heike Vaupel mit Putzarbeiten beschäftigt. Sie hat sich drei Tage freigenommen, um den Heidelbeertanz zu unterstützen. Und sie ist allseits beliebt - nicht nur, weil sie für das Team Essen und Getränke mitbringt; gerne auch mal ein oder zwei selbstgebackene Kuchen.

Selbst wenn viele Einzelteile einfach nur noch zu einem Ganzen zusammengefügt werden müssen, geht es nie ohne Sägen und Bohren ab, bis alles passt. Die eingelassenen Bodenhülsen für drei Stehtische sind mit Hilfe eines Plans schnell gefunden und aufgebaut. Anders der Aufbau der Sektbar. Der Kraftakt nimmt Zeit in Anspruch.

Auch wenn für alle Arbeiten in diesem Jahr ausreichend viele Helfer zur Verfügung stehen, sind alle froh, dass Jugendtrainer Kevin Boseniuk einige jüngere Helfer mitgebracht hat. Das ist wichtig für einen Verein, in dem das Ehrenamt die größte Rolle spielt.

Bettina Melcher-Seibert, die trotz Ferienzeit wieder alle Helferschichten für das große Fest besetzten konnte, macht sich noch Sorgen um die Nachtschicht. Da wird sie wohl selbst ran müssen.

Bis Samstagabend wird wie immer alles gerichtet sein, ist sich Vereinsvorsitzender Herbert Schleiter sicher. „Wir brauchen dann nur noch gutes Wetter und viele Gäste.“

von Heinz-Dieter Henkel

[Matthias Mayer]

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