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Viele Eltern im Ostkreis müssen mehr zahlen

Kinderbetreuung Viele Eltern im Ostkreis müssen mehr zahlen

Bundesweit streikten die Erzieherinnen in kommunalen Kindergärten. Vor zwei Wochen erzielte die Gewerkschaft ver.di eine Einigung. Die heimischen Kommunen stehen nun vor erheblichen Belastungen.

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Kinder spielen in der Brachter Kita mit Erzieherin Anne Schmidt. Nur Rauschenbergs Bürgermeister lehnt eine Erhöhung der Kindergartengebühren aufgrund des neuen Tarifvertrags ab.

Ostkreis. „Für die Kommunen ist das eine mittlere Katastrophe“, sagt Stadtallendorfs Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU) zu den Mehrbelastungen von rund 700 Millionen Euro, die bundesweit auf Städte und Gemeinden zukommen werden. Nach den massivsten Erzieher-Streiks in der Geschichte der Bundesrepublik steigen die Monatsgehälter nach Angaben der kommunalen Arbeitgeber durchschnittlich um 120 Euro brutto. Doch aufgrund der komplizierten Tariftabellen für die 16 Entgeltgruppen ist das Berechnen konkreter Zahlen schwierig. Deshalb kann Vollmer noch nicht sagen, wie viel Mehrkosten auf die Stadt Stadtallendorf zukommen werden. Eines weiß Vollmer jedoch sicher: „Um eine Erhöhung der Kindergartengebühren werden wir nicht herumkommen.“ Stadtallendorf hat elf Kindergärten, entsprechend teuer kommt die Tarifeinigung die Stadt zu stehen. „Ich bewundere die Kollegen, die das aus eigener Tasche bezahlen können“, sagt Stadtallendorfs Rathauschef. Während in der nächstgrößeren Stadt Marburg Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) verspricht, die Gebühren für die Eltern nicht zu erhöhen, sieht es in den Ostkreis-Gemeinden nicht ganz so rosig aus. Lediglich Rauschenbergs Bürgermeister Manfred Barth (SPD) sagt klipp und klar, dass die Eltern, die ihre Kinder in den städtischen Kindergarten in Bracht geben, nicht mehr bezahlen müssen. „Es ist vollkommen richtig, die Erzieherinnen nach ihrer Leistung zu honorieren und ihnen auch mehr zu bezahlen“, sagt Barth. Grob überschlagen rechnet er durch die Tariferhöhung jährlich mit rund 13.000 Euro Mehrkosten für seine Stadt. „Wir können das nicht auf die Eltern umlegen. Sie müssten ja sonst mehr als 13 Euro mehr im Monat zahlen“, betont Barth.

von Nadine Weigel

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