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Viel Tolles aus der Knolle

Kartoffelfest Viel Tolles aus der Knolle

Ob Ofenkartoffel, Pommes, Reibekuchen, Bratkartoffeln oder traditionelle Ofenplätze, beim Brachter Kartoffelfest zeigten die Männer und Frauen des Gesangvereins die Vielfalt der Knolle.

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Renate Metke (links) und Astrid Aillaud brieten Ofenplätze auf einem alten Herd. Foto: Mareike Bader

Bracht. Der Geruch hinter der Mehrzweckhalle in Bracht lässt am Sonntag den Magen knurren. Es wird gebraten und gebruzzelt, was die Knolle hergibt. In der Mitte des Kochbereichs steht ein Gasherd, auf dessen Platte die traditionellen Ofenplätze gebraten werden. Renate Metke und Astrid Aillaud fetten die Bratfläche immer wieder fleißig mit Speckschwarten ein, dann kommt ein Klecks des Teiges aus Kartoffeln, Eiern, Mehl und Salz darauf und wird ganz flach ausgebreitet.

Von weitem sieht das aus wie riesengroße Reibekuchen, bei näherem Betrachten sieht man, dass sie auch dünner und feiner sind. Fast wie Crêpes aufgerollt sehen sie auf den Tellern aus. Manche machen sich Butter drauf. Das geht aber auch mit Speck und Zwiebeln oder Griebenschmalz.

Eigentlich werden die Ofenplätze auf besonderen Deckeln auf einem alten Herd gemacht, daher kommt auch der Name. „Viele machen sie nicht mehr zu Hause, weil es so umständlich ist“, berichtet Gertrude Schneider. Mit den modernen Elektroherden sei es ganz schwierig, weil dort die Hitze nicht gleichmäßig genug sei. Sie selbst hat noch einen alten Herd in der Waschküche stehen, den sie zwei bis drei Mal im Jahr für die Ofenplätze anfeuert.

Für das Kartoffelfest hat sich der Gesangverein vier dieser alten Herde aus dem Dorf ausgeliehen. „Das ist authentisch und macht Spaß“, erzählt der Vorsitzende des Gesangvereins Werner Metke.

Alle drei bis vier Jahre veranstaltet der Gesangverein das Kartoffelfest und versucht damit alte, traditionsreiche Kartoffelgerichte zugänglich zu machen. Angefangen hat der Tag mit einem Gottesdienst mit der Gemeinde Schwabendorf, danach gab es die Kartoffeln als Mittagessen.

Wer erst später kommt, muss sich ranhalten. Gegen 14 Uhr gehen langsam die Teige aus. Etwa 200 Kilogramm Kartoffeln sind damit verarbeitet worden. „Wir legen Wert darauf, dass alles aus regionalen Produkten gemacht wird“, betont Metke. Den 300 Besuchern scheint das zu schmecken. Auch aus den Nachbardörfern sind viele gekommen, berichtet Metke.

von Mareike Bader

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