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Viel Solidarität mit den Erzieherinnen

Streik der Erzieherinnen Viel Solidarität mit den Erzieherinnen

Der Streit geht weiter: Die ver.di-Frist für die Rücknahme der Abmahnungen ist abgelaufen, die Erzieherinnen haben einen Maulkorb verpasst bekommen. Nun wird am Montag gestreikt.

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Mit Pfeifen machten die Erzieherinnen am Mittwoch vor dem Rathaus ihrem Unmut über die Abmahnungen Luft. Foto: Nadine Weigel

von Nadine Weigel

Kirchhain. Kinder spielen fröhlich im Sand, toben auf einer Schaukel und rennen lauthals schreiend umher. In der Kirchhainer Kindertagesstätte „Im Brand“ scheint am Freitag auf den ersten Blick alles normal. Doch der Schein trügt. Es ist Mittag, viele Kinder werden von ihren Eltern abgeholt. Am Kita-Eingang steht eine Erzieherin mit einer Liste in der Hand und notiert, welche Eltern am Montag für ihre Kinder Betreuung brauchen. Denn am Montag streiken die Kirchhainer Erzieherinnen für eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Deshalb werden für die Kinder Notgruppen eingerichtet. „Wir wollen ja alles möglichst nicht auf dem Rücken der Eltern oder Kinder austragen“, sagt Jürgen Lauer. Die Kindergärtnerinnen sprechen nicht mit der Presse. Sie haben Angst, denn die Stadt Kirchhain hat ihnen einen „Maulkorb“ verpasst. Gewerkschaftssekretär Jürgen Lauer gibt gerade dem Radiosender FFH ein Interview. Der Kirchhainer Fall ist einzigartig in Hessen und sorgt deshalb für große mediale Aufmerksamkeit. Keine andere hessische Kommune reagierte so hart auf streikende Erzieherinnen wie die Ohmstadt. Am Montag erreichte acht der Erzieherinnen eine Abmahnung, weil sie an einer von ver.di organisierten Demonstration teilnahmen. Weil die Stadt den Streik für „rechtswidrig“ hält, droht sie den Erzieherinnen mit Kündigung.

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