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Viel Raum für Interpretation

Vernissage Viel Raum für Interpretation

Nach Empfehlung des Fotografen und Softeis-Bassisten Werner Eismann stellt der Kirchhainer Uwe Pieler aktuell im Rathaus von Amöneburg einige seiner besten Schnappschüsse aus.

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Uwe Pieler steht im Bürgerbüro vor seinen Schwarzlicht-Bildern „Glow blue“ (links) und „Ice queen“.Foto: Yanik Schick

Amöneburg. In den kommenden beiden Monaten zieren 17 Bilder des Hobby-Fotografen Uwe Pieler das Erdgeschoss und das Treppenhaus des Amöneburger Rathauses sowie das Büro von Bürgermeister Richter-Plettenberg.

Die Ausstellung unter einem Thema oder einem Titel zusammenzufassen, ist kaum möglich. Eine zu große Bandbreite präsentiert Pieler inhaltlich in seinen Fotos. Der Raum für Interpretationen ist riesig, erkannte auch Richter-Plettenberg, der sich im Vorfeld der Vernissage große Mühe gemacht und jedes einzelne Werk aus seiner Sichtweise beleuchtet hatte.

Wer sich in den anstehenden Wochen und Monaten einmal in die Ablichtungen vertieft, darf sich in vielerlei Hinsicht auf eine andere Welt einlassen. So überbringt Pieler in zwei Bildern, die den Namen „Chorprobe“ tragen, sehenswerte Impressionen von einer Kathedrale in London. In welcher Lebenslage sich vier ältere Herren aus Italien befinden, erfährt der Betrachter in „Der Plan ist…“.

Dass sich derartige Motive in der Regel nicht direkt vor der Haustür finden, ist auf den ersten Blick zu erkennen. Bis er ein seinen Ansprüchen genügendes Foto geknipst habe, sei der Aufwand mitunter sehr hoch, sagt Pieler. „Im Urlaub ist Fotografie eigentlich Nebensache. Ich habe die Kamera aber immer dabei“, ergänzt der 49-Jährige, der sich von Kindestagen an für diese Art der künstlerischen Darstellung begeisterte.

Zuletzt habe er sich sehr für das Handwerk von Porträt-Fotografen interessiert, erklärt er. Gemeinsam mit einem Model hatte er im Vorfeld verschiedenste Szenen gestellt - dazu nahm er unter anderem Obst, Magnetband einer VHS-Videobandkassette und sogar Lichtfasern zu Hilfe. Mit letzterem experimentierte der Kirchhainer in der Schwarzlicht-Fotografie. Das Ergebnis ist im Bürgerbüro zu sehen: „Ice queen“, „Glow blue“ und „Deep blue“ heißen die ausgestellten Werke. Pieler selbst ist vor allem von der Wirkung der fluoreszierenden Gegenstände fasziniert, erläutert er.

Einen absoluten Kontrast dazu findet der Besucher im Flur und im Treppenhaus. In diversen Varianten zeigt der Fotograf Menschen in ihrem natürlichen Umfeld, natürliche Emotionen mit inbegriffen. „Ich schätze ihn unheimlich. Man kann nur lernen von ihm, vor allem von seiner Kreativität“, sagt Werner Eismann, der die Vernissage bei Rathauschef Richter-Plettenberg angeregt hatte. Einen Tipp für Anfänger hat Uwe Pieler nach langjähriger Routine zum Abschluss noch parat: „Man muss durch die Landschaft gehen und die Augen offenhalten. Manchmal kann das Detail spannend sein.“

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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