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Viel Lob für großen Einsatz

Demografie-Preis Viel Lob für großen Einsatz

Am Mittwoch würdigte die hessische Landesregierung Projekte, die sich dem drängenden Thema demografischer Wandel widmen und dabei bereits Zeichen gesetzt haben.

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Staatsminister Axel Wintermeyer würdigte die Amöneburger Delegation. Foto: e.blatt

Amöneburg. 67 Projekte, Vereine und Institutionen hatten sich für den Demografie-Preis 2013 des Landes Hessen beworben, 11 kamen Anfang September in eine Entausscheidung in Wiesbaden. In dieser Gruppe befand sich auch der Verein „Leben und alt werden in Mardorf und Umgebung“ mit seiner Abteilung Bürgerhilfe. Und die zahlreichen Ideen und Initiativen der Bürgerhilfe kamen bei den Juroren an. Am Ende verlieh Staatsminister Axel Wintermeyer von der Staatskanzlei einen Anerkennungspreis, verbunden mit einer Prämie von 1000 Euro. Sie kommt der Bürgerhilfe zugute.

Bei Kristina Stettin, Koordinationskraft der Bürgerhilfe, war die Freude über die erhaltene Anerkennung auch gestern, einen Tag nach der Feierstunde in Wiesbaden, noch deutlich hörbar. „Es war eine sehr angenehme, garnicht steife Feierstunde“, sagte sie rückblickend.

In Wiesbaden fand besonders das Ansinnen des Vereins, Senioren so lange wie möglich ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, besonderes Augenmerk. Das schafft die „Bürgerhilfe“ durch ihre „Bürgerhelfer“. Wenn der noch laufende Kurs beendet ist, werden es 50 Männer und Frauen sein, die Mitmenschen kleine und größere Hilfen bringen, beim Einkaufen, Kochen oder an anderer Stelle im Alltag (die OP berichtete mehrfach). Auch den pflegenden Angehörigen hat sich der Verein gewidmet. Zuletzt machte die Bürgerhilfe mit der Ausstellung „Demensch“ im ehemaligen Schwesternhaus von sich reden. Karikaturen widmen sich dabei dem Thema Demenz.

Der Verein „Leben und alt werden in Mardorf und Umgebung“ hat mittlerweile rund 100 Mitglieder. Sie stammen aus dem gesamten Stadtgebiet von von Amöneburg. „Aber es dürfen gerne noch viele mehr werden. Denn je größer der Verein ist, desto mehr können wir auch bewirken“, sagt Stettin.

Und im Verein gibt es auch noch einige Visionen. So nennt Stettin die Gründung eine Wohngruppe als Beispiel für ein mögliches Zukunftsprojekt. Was wird die Bürgerhilfe mit der Anerkennungsprämie vom Land machen? „Es wäre toll, wenn wir damit den Ehrenamtlichen, die sich so engagieren, etwas Gutes tun könnten, beispielsweise auch ein Fest mit ihnen ausrichten“, antwortet Kristina Stettin spontan.

Der hessische Demografie-Preis wurde zum vierten Male verliehen. 30000 Euro Preisgelder verteilte das Land dabei ingesamt. Den ersten, mit 10000 Euro Preisgeld verbundenn Platz schaffte die Stadt Bensheim mit ihrem Projekt „Die Chancen ergreifen - Wohnen altersgerecht entscheiden“.

von Michael Rinde

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