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Verzögerung hat verschiedene Gründe

Bauarbeiten Verzögerung hat verschiedene Gründe

Technische Fragen führten während einer von der Stadt Kirchhain einberufenen Anliegerversammlung zum Thema "Bauarbeiten in der Emsdorfer Forsthausstraße" zu teilweise hitzigen Diskussionen.

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Bis Ende des Jahres sollen die Asphaltarbeiten in der Forsthausstraße beendet werden.

Quelle: Karin Waldhüter

Emsdorf. Bis Ende des Jahres sollen die Asphaltarbeiten in der Forsthausstraße beendet werden, teilte Bauamtsleiter Volker Dornseif den Anliegern und den Vertretern des Ortsbeirats mit. Der Baubeginn hatte sich verzögert, weil zunächst das Umlegen von Telekomleitungen anstand.

Schließlich war es zu einer Beschädigung der Wasserleitung gekommen. Das führte zu einer inzwischen behobenen Verunreinigung und einer Verkeimung der noch nicht an das Netz angeschlossenen Leitung. Dadurch seien Verzögerungen von drei Wochen entstanden, betonte Dornseif.

Rund um den 11. November sollen nun die Asphaltierungsarbeiten in Richtung Forsthaus und von dort aus bis in den Kurvenbereich der Straße „Am Graben“ beginnen. In der Woche vom 15. bis 19. Dezember seien noch einmal Asphaltarbeiten eingeplant.

„Peripheriearbeiten“ würden angesichts der immer kürzer werdenden Tage und trotz samstäglichen Einsatzes bis dahin nicht gelingen, sagte der Bauamtsleiter und ergänzte, dass die Arbeiten dann nach den Feiertagen weitergehen würden. Bis dahin seien die witterungsbedingten Arbeiten abgeschlossen, versprach er.

Für Hausanschlüsse müsste wieder gebaggert werden

Dornseif geht davon aus, dass die Arbeiten bis in den Januar hinein andauern. Das Thema Erschließungsbeiträge sparten sich die Emsdorfer aus, denn schon bei den technischen Fragen war es zu einer teilweise erregten Diskussion gekommen.

Für Diskussionsstoff sorgte das Thema „unbebaute Grundstücke“. Einige Anlieger gaben der Sorge Ausdruck, dass - falls ein bisher unbebautes Grundstück doch bebaut werde - die asphaltierte Straße für die Verlegung der Wasserleitung gleich wieder aufgemacht werden müsse.

„Solange kein Bauantrag gestellt ist, legt der Wasserverband aus Angst vor Verkeimung keine Leitung, stellte Dornseif klar. Als Lösung sei dem Grundstückseigentümer, der demnächst die Bebauung plane, der Vorschlag gemacht worden, einen Hausanschluss-Schacht anzulegen. Ziel sei es aber, verkündete Dipl.-Ing. Annette Zinn vom beauftragten Ingenieursbüro Hellriegel, bis Ende des Jahres einen Bauantrag zu stellten.

Anbindungsschräge hat 18 Prozent Gefälle

Deshalb werde die Stadt bis „kurz vor knapp“ warten, ob sich noch etwas bewege. Weiter gebe es für diejenigen, die später ihr Grundstück bebauen ließen, die Möglichkeit, eine Schutzrohranlage anzulegen, so Thomas Barg von der ausführenden Baufirma Geißler.

Von „Fehlplanung und einer Straße, die zehn Zentimeter tiefer gemusst hätte“, sprach Anlieger Norbert Mönning. Er kritisierte die Schräge seiner Gehweganbindung, die ein Gefälle von 18 Prozent aufweise und auf der sich kaum laufen lasse. „Ich muss viel Geld bezahlen, und dann ist es noch schlechter, wie es vorher war“, kritisierte Mönning und erklärte, dass er überlege, einen Sachverständigen einzuschalten.

Im Vorfeld habe es bereits mehrere Termine zu diesem Thema gegeben und es sei Fakt, dass es eine Situation gebe, mit der es nun zurechtzukommen gelte, entgegnete Dornseif. Die Stadt sei bei den Planungen an gewisse „Zwangspunkte“ wie Bebauung und Hofeinfahrten gebunden - und nicht immer gingen die Planungen von früher mit den heutigen konform: „Ideal wäre, das Haus läge höher, das geht aber nicht. Dass wir keine Ideallösung hinbekommen, ist der Vergangenheit geschuldet.“

Anlieger Hans-Jürgen Bierek­ monierte, bei ihm laufe das Wasser in den Hof und die Entwässerungsrinnen würden, laut den Berechnungen eines Mathematikers, das Wasser nicht ausreichend aufnehmen können. „Wenn das Wasser nicht aufgenommen wird, werden wir Abhilfe schaffen. Es kann nicht sein, dass wir das Abwasser auf ihre Höfe leiten.“

  • Immer donnerstags um 15 Uhr bietet die Stadt Gesprächstermine zum Thema an.

von Karin Waldhüter

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