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Verwaltungsverband weckt die Emotionen

Parlament Verwaltungsverband weckt die Emotionen

"Bei den Bürgern ist der Eindruck entstanden, das sei alles schon in trockenen Tüchern", sagte Harald Homberger (OLW) beim Thema "Verwaltungsverband mit Rauschenberg" und warf Bürgermeister Peter Hartmann Alleingänge und einen schlechten Stil vor.

Wohratal. Er erwarte, über die einzelnen Schritte hin zur Bildung eines solchen Gemeindeverwaltungsverbandes informiert zu werden.

„Das grenzt stark an Polemik“, entgegnete ihm der Rathauschef und stellte heraus, dass es bisher lediglich Überlegungen gebe und keinerlei Entscheidungen getroffen wurden. „Das ist der Einstieg in die Beratungen“, betonte er und stellte heraus, dass er den Gemeindevorstand drei Mal über die Überlegungen informiert habe: „Wenn es da das Signal gegeben hätte, dass wir das lassen sollen, dann hätten wir es gelassen.“

Ausgangspunkt der Überlegungen war ein Antrag zum Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit. Daraus entstanden Vorschläge zur Bildung eines Gemeindeverwaltungsverbandes, die eine Zusammenführung der beiden Verwaltungen mit sich bringen würde - was unter anderem einen effektiveren Personaleinsatz im Krankheits- und Vertretungsfall und ein Senken der Arbeitsplatzkosten mit sich bringen würde, betonte Hartmann, der in solch einem Fall dann als ehrenamtlicher Bürgermeister fungieren würde. Der Hauptverwaltungssitz könne in Rauschenberg sein, in Wohratal würde ein Bürgerbüro verbleiben - mit einer bis anderthalb Stellen und ihm. Die kommunalen Gremien bestünden weiter. Und beide Kommunen würden vom Land eine gewisse Fördersumme für ihre Veränderungen erhalten (die OP berichtete).

Einbringung „erster Schritt“

Das Zusammenführen zweier Organisationsformen sei sehr anspruchsvoll. Es sei ratsam, mit einem gewissen Maß an Gelassenheit die Bürgermeister diskutieren zu lassen und sich dann die Ergebnisse ihrer Denkprozesse anzuschauen, kommentierte Dr. Gerhard Willmund (CDU). „Wir sehen das auch als ersten Schritt“, warf Ingo Neurath (SPD) ein, schloss sich aber Homberger an, dass es wichtig sei, die Bürger bei solch einem wichtigen Thema „mitzunehmen“.

Dem widersprach Hartmann auch gar nicht. In Richtung Homberger, mit dem er sich kurz zuvor eine hitzige Debatte über eine unglückliche Formulierung dieser Zeitung geliefert hatte, schlug er vor, dass dieser einen Antrag stellen könne, die Verhandlungen abzubrechen. Gibt es dafür eine Mehrheit, ist das Thema erledigt.

von Florian Lerchbacher

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