Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Verschwisterte Gemeinden zu Besuch

Partnerschaftstreffen Verschwisterte Gemeinden zu Besuch

Zum Ringpartnerschaftstreffen am kommenden Wochenende in Roßdorf und Erfurtshausen werden Gäste aus Italien, Österreich und Frankreich erwartet.

Voriger Artikel
Lobklang mit sanften und fragilen Tönen
Nächster Artikel
Sänger planen weiteren Projektchor

Petra Maus (vorne links) und Michael Plettenberg (vorne rechts) präsentieren eine Urkunde, die an das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft erinnert.

Quelle: Karin Waldhüter

Erfurtshausen. Die Vorfreude auf das Festjubiläum ist groß: Nicht nur deshalb, weil es ein Wiedersehen vieler lieb gewordener Freunde beinhaltet, sondern weil es auch einen weiteren Grund zur Freude gibt: Anlässlich der 1275-Jahrfeier­ der Stadt Amöneburg wurde im Jahre 1996 mit allen Amöneburger Partnergemeinden eine Ringpartnerschaft initiiert und feierlich besiegelt.

Seit nunmehr zwanzig Jahren treffen sich Vertreter der vier Partnergemeinden Château Garnier (Frankreich), Tragwein (Österreich), Tuoro sul Trasimeno (Italien) und Amöneburg in der Regel jährlich zum Austausch und Festigung der Freundschaft zu einem Ringpartnerschaftstreffen. Die Partnerschaft zwischen Amöneburg und Tuoro sul Trasimeno wurde bereits zehn Jahre früher, im Jahre 1987 mit einem Freundschaftsvertrag und zum 25. ­Jubiläum mit einer Urkunde erneut besiegelt.

Zum Jubiläum haben die Stadt Amöneburg und der Tuoro-Club Roßdorf, gemeinsam mit Vertretern aus Mardorf und Erfurtshausen, ein abwechslungsreiches Festprogramm zusammengestellt, das die Begegnung zwischen den Bürgern und den Partnerstädten fördern und weiter vertiefen soll. Knapp 60 Besucher aus dem italienischen Tuoro sul Trasimeno, 20 Gäste­ aus Tragwein und etwa zehn Vertreter aus Château Garnier haben ihr Kommen zugesagt.

„Dass alle Gemeinden untereinander verschwistert sind, ist etwas ganz Besonderes und gibt es in ganz Deutschland nur zehn Mal“, verdeutlicht Bürgermeister Michael Plettenberg diese seltene Freundschaft. Am meisten freue er sich, dass die neu gewählte Bürgermeisterin aus Tuoro sul Trasimeno erstmals seine Stadt besuche. Genau wie sein österreichischer Amtskollege ist auch Amöneburgs Bürgermeister bei den Treffen immer mit dabei.

In dem geschlossenen Freundschaftsvertrag bekräftigen die Gemeinden auch die Prinzipien der Europäischen Union und sprechen sich für Frieden und Solidarität zwischen den Bewohnern der europäischen Länder aus.

„Europa befinde sich derzeit im Wandel und Frankreich, Deutschland, Österreich und Italien verkörperten den alten Teil Europas“, so Plettenberg, der unterstrich, dass es gerade­ Städtepartnerschaften seien, die dafür sorgten, dass Europa­ zusammenhalte. Auch wenn es freundschaftlich geprägt ist, werde das Treffen dadurch politisch, betonte das Stadtoberhaupt.

Am Donnerstag kommen die Gäste an

Der Tuoro-Club hat derzeit knapp 90 Mitglieder. Neue Vereinspräsidentin ist seit Februar Petra Maus. Sie hat die Amtsgeschäfte von Edgar Nasemann übernommen, der gemeinsam mit dem verstorbenen Heinrich Luzius den Club gegründet und geprägt hat. „Mehr als die Hälfte der Besucher aus Tuoro sul Trasimeno sind neu dabei“, erläutert Petra Maus. Deshalb steht auch eine Erkundung der Region mit auf dem Programm.

Durch eine Terminverlegung kam es zu Überlegungen, ob es möglich wäre, einen Teil des 30. Partnerschaftsjubiläums in die Kirmes in Erfurtshausen einzubetten. Dort hatte man sich dafür entschieden. „Das zeigt, dass wir uns alle gut untereinander verstehen“, unterstreicht Schriftführerin Christine Ried.

Erwartet werden die Gäste am kommenden Donnerstag in Roßdorf. Freitag geht es tagsüber nach Frankfurt, am Abend gibt es einen Partnerschaftsabend auf dem Tuoro-Platz.

Der Samstagvormittag startet, in Kooperation mit dem RSV Roßdorf und der Jugendförderung Amöneburg, mit einem gemeinsamen Jugendprogramm. „Kinder aus Italien und der Großgemeinde können dabei gemeinsam aktiv sein, auch in der Hoffnung, dass dadurch neue Kontakte entstehen“, so Plettenberg. Der offizielle Festakt wird nachmittags im Festzelt in Erfurtshausen eröffnet, ehe um 19.30 Uhr der Sternmarsch beginnt.

Obwohl ein Großteil der Gäste schon in Gastfamilien untergebracht sind, können sich gerne noch Interessenten melden, natürlich auch, um Anschluss an den Verein zu finden.

Das Programm

Donnerstag

17 Uhr Anreise und Begrüßung am Tuoro-Platz in Roßdorf, Besuch der Gastfamilien

Freitag

Tagesausflug Frankfurt mit Städterundfahrt und Picknick am Mainufer, 20 Uhr Partnerschaftsabend mit Gästen und Einwohnern am Tuoro-Platz

Samstag

gemeinsames Jugendprogramm, 16.30 Uhr großer Festakt zum 30-jährigen Jubiläum im Kirmeszelt Erfurtshausen, 19.30 Uhr Sternmarsch;

Sonntag

9.30 Uhr Besprechung und Verabschiedung, Sternstube

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr