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Verkehrsverein steht ohne Vorstand da

Stadtallendorf Verkehrsverein steht ohne Vorstand da

Beim traditionsreichen Stadtallendorfer Verkehrsverein stehen die Zeichen auf Auflösung. Eine Entscheidung dürfte bei einer weiteren Hauptversammlung fallen.

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Das Pfingstkonzert des Verkehrsvereins im Heinz-Lang-Park, hier mit Gästen aus Niederklein, hat Tradition und war beliebt. In diesem Jahr fällt es definitiv aus. Archivfoto: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Zu der mit Spannung erwarteten Hauptversammlung des Verkehrsvereins waren in der vergangenen Woche gerade einmal 11 der 94 Mitglieder erschienen. Vorsitzender Peter Ulrich erklärte in seinem Jahresbericht, dass man im vergangenen Jahr die Zahl der Veranstaltungen heruntergeschraubt habe, da das Vorjahr auch schon nicht erfolgreich verlief. Gut besucht waren der zweite Märchentag im Rahmen des Kunstmarktes, das Pfingstkonzert und die zwei Modellbaumessen der Modellbaugruppe innerhalb des Verkehrsvereins. Bei der Frühjahrswanderung im April habe der Wanderwart Gerhard Ehrlich alleine da gestanden, zum Pfingsttheater, in das Jugendzentrum verlegt, kamen keine zehn Besucher und die Fackelwanderung ist ausgefallen, da sie schon im Jahr zuvor wegen der geringen Beteiligung abgesagt werden musste.

Mit der Vorstandsneuwahl hatte der Wahlleiter Bernt Klappert wenig Arbeit. Peter Ulrich hätte sich zum Vorsitzenden wählen lassen, wenn sich für die anderen Vorstandsämter Kandidaten gefunden hätten. Das war nicht so und deshalb gab es auch keine Wahl. Nun muss innerhalb der nächsten vier Wochen zu einer erneuten Mitgliederversammlung eingeladen werden. Findet sich auch dann kein handlungsfähiger Vorstand, wird der Verein gemäß seiner Satzung aufgelöst. Kommt es zu der Auflösung, geht der Kassenbestand an die Stadt mit der Auflage, das Geld gemeinnützig einzusetzen. Nach einem gemeinsamen Antrag von Horst Fisbeck, Marek Sieronski und Bernt Klappert, der während der Versammlung noch abgeändert, dann aber bei einer Gegenstimme angenommen wurde, soll der Zusammenschluss mit der Werbegemeinschaft, dem Verein „Stadtallendorf aktiv“ bis zur nächsten Mitgliederversammlung vorbereitet werden. In welcher Form der Zusammenschluss erfolgen kann, muss auch noch rechtlich geklärt werden. Peter Ulrich wird sich dementsprechend mit den Spezialisten beim Vereinsregister des Amtsgerichts Marburg in Verbindung setzten.

Marek Sieronski, der Mitglied im Verkehrsverein und Vorstandsmitglied bei Stadtallendorf Aktiv ist, erklärte, dass man sich im Vorstand schon über den eventuellen Zusammenschluss unterhalten habe. Der 70 Mitglieder zählende Verein „Stadtallendorf aktiv“ organisiere auch Veranstaltungen, das könne man auch zusammen. Der Verkehrsverein könne seinen Namen aus Nostalgiegründen mitbringen, so Sieronski. Man denke an eine Art Bürgerverein. Peter Ulrich signalisierte, dass er nach einem eventuellen Zusammenschluss auch dort im Vorstand mitarbeiten würde. Horst Fisbeck, der Mann, der den Verkehrsverein über Jahrzehnte geprägt hat, stellte den Antrag, dass das traditionelle Pfingstkonzert und das Kindertheater in der Stadthalle trotzdem stattfinden sollten. Das lehnte Peter Ulrich ab, da es keine Leute für die Vorbereitung gebe und der Verein laut Satzung ohne Vorstand nicht arbeiten könne.

von Klaus Böttcher

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