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Vereins-Neubau startet schneller

Spatenstich Vereins-Neubau startet schneller

Rund 1,3 Millionen Euro investiert der Verein fib in seinen Neubau in Stadtallendorf. Ende nächsten Jahres soll das Gebäude stehen.

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fib-Geschäftsführer Wolfgang Urban (von links), Altbürgermeister Manfred Vollmer und Bürgermeister Christian Somogyi vollzogen den ersten Spatenstich. Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. von Alfons Wieber

Stadtallendorf. Zum zweiten Mal schwangen Altbürgermeister Manfred Vollmer und fib- Geschäftsführer Wolfgang Urban, diesmal aber gemeinsam mit Bürgermeister Christian Somogyi den Spaten. Auf dem Gelände in der Wetzlarer Straße entsteht eine Koordinations- und Beratungsstelle des Vereins zur Förderung der Integration Behinderter (fib). Im November vergangenen Jahres hatten Urban und Vollmer lediglich zwei Bäume gepflanzt. Am vergangenen Freitag kam es zum ersten Spatenstich.

Allerdings sind die Bagger bereits vor Ort und haben mit dem Abschieben des Mutterbodens bereits begonnen. Schneller als ursprünglich geplant begann die Umsetzung des Projekts, das mit dem Kaufvertrag für das Grundstück vor zwei Jahren seinen Anfang genommen hatte. „Wir hatten den Mut, das Wagnis und die hohe finanzielle Belastung einzugehen“, betonte Urban. Auf dem bis jetzt brachliegenden Grundstück Wetzlarer Straße 7 soll eine Koordinations- und Beratungsstelle gebaut werden, die allen Anforderungen des Vereins gerecht wird. Das Gebäude wird barrierefrei errichtet, die richtigen Voraussetzungen auch für behinderte Mitarbeiter bieten und darüber hinaus über einen kleinen Saal verfügen.

Hinzu kommt eine Übergangswohnung, die für vor-übergehend behinderte Menschen nach einem Unfall oder Schlaganfall zeitweise angemietet werden kann. Auch zur zeitlichen Überbrückung bis zur Fertigstellung des behindertengerechten Umbaus der eigenen Wohnung will der Verein diese Übergangswohnung als eine Alternative bereithalten. Rund 1,3 Millionen Euro soll der vollständig behindertengerecht geplante Neubau kosten. Einen soliden finanziellen Grundstock hat der Verein durch rund 300000 Euro Eigenmittel, die zum größten Teil aus Spenden und Stiftungen resultieren. 250000 Euro hat die „Aktion Mensch“ beigesteuert. Den Rest konnte der Verein auf Grund der derzeitigen Zinslage zu günstigen Konditionen finanzieren. Gegen Ende des kommenden Jahres sollen Gebäude und Außenanlage fertiggestellt sein. Für Bürgermeister Christian Somogyi ist die Signalwirkung des Neubaus groß. „Wir freuen uns, dass sie sich für Stadtallendorf entschieden haben“, sagte Somogyi.

Die beiden im November 2011 gepflanzten Bäume sucht man allerdings derzeit vergeblich. Der Kirsch- und der Esskastanienbaum mussten der Baustelle vorübergehend weichen. „Sie wurden fachgerecht ausgegraben, sind sicher gelagert und werden nach Fertigstellung des Gebäudes wieder an ihrem ursprünglichen Platz eingepflanzt“, versprach Urban.

Derzeit unterstützt der Verein fib mit seinen 10 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und 80 Einsatzkräften rund 60 Familien mit behinderten Kindern oder Jugendlichen, fördert die Selbständigkeit von 16 Personen mit kognitiver oder körperlicher Behinderung beim betreuten Wohnen und hilft oder pflegt 20 Menschen mit körperlicher Behinderung.

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