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Vereine sollen "Besonderes" machen

Wandern Vereine sollen "Besonderes" machen

Während der Delegiertentagung des DVV-Landesverbandes Hessen freuten sich die Wanderer über ein erfolgreiches Jahr, sprachen aber auch über Nachwuchssorgen und die Kritik an einer Kooperation.

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Frank Drescher (von links), Waltraud Erdel, Christian Somogyi, Walburga Neumann, Peter und Gerda Majdcinsky, Eike Erdel, Karin Seelhof und Walter Motz freuen sich über die Ehrungen.Foto: Yanik Schick

Hatzbach. Der Erfolg eines Wandertages ist immer auch eine Sache des Glücks. Denn den wichtigsten Faktor, das Wetter, können die Ausrichter naturgemäß nicht beeinflussen: Regnet es, dann bleiben in aller Regel viele Leute zu Hause. Walter Motz, der Vorsitzende des Landesverbandes Hessen des Deutschen Volkssportverbandes (DVV), war deshalb besonders froh, direkt im ersten Satz seiner Ansprache verkünden zu können: „Es war ein erfolgreiches Wanderjahr“. 18 von insgesamt 47 Volkssportveranstaltungen erfreuten sich im Jahr 2015 jeweils eines höheren Startkartenverkaufs im Vergleich zu 2014. Der Grund: in erster Linie das gute Wetter. „Aber auch das Bild, das die Veranstalter im Vorjahr abgegeben haben, spielt eine Rolle“, erklärte Motz.

Der DVV zählt auf Landesebene genau 50 Mitgliedsvereine. Zur alljährlichen Bestandsaufnahme trafen sich dessen Delegierte diesmal im Hatzbacher Bürgerhaus. Für die Organisation sorgten die Wanderfreunde Hatzbachtal um deren Vorsitzenden Horst Erdel. „Der Verein ist fester Bestandteil unserer dörflichen Gemeinschaft“, sagte Hatzbachs Ortsvorsteher Frank Drescher, der den teils weit angereisten Gästen ebenso wie Bürgermeister Christian Somogyi einiges zur Geschichte und Struktur des Stadtallendorfer Stadtgebiets erzählte.

Diskussion über Nachwuchsmangel

Ein Thema, mit dem sich die Delegierten bei der Mitgliederversammlung auseinandersetzten, war natürlich auch der inzwischen chronische Nachwuchsmangel in zahlreichen Wandervereinen. Im vergangenen Jahr, so berichtete Walter Motz, habe es elf Volkswanderungen gegeben, bei denen gleichzeitig ein Jugendwandertag im Rahmen der DVV-Junior-Serie veranstaltet worden sei. „Das ist immer noch zu wenig“, monierte Motz. Er animierte die Vereine dazu, bei der Nachwuchssuche auch „etwas Besonderes auszuprobieren“, beispielsweise in Form von Erlebniswanderungen, bei denen jeweils der besondere Stellenwert einer Region in den Vordergrund gerückt werden solle.

Seit 2015 kooperiert der DVV mit der Europäischen Volkssportgemeinschaft (EVG) Deutschland. Wanderer sollen es dadurch einfacher haben und sowohl bei DVV- als auch bei EVG-Veranstaltungen den Wertungsstempel ihres jeweiligen Verbandes erhalten.

Die Zusammenarbeit wird bei einigen Vereinen des DVV allerdings kritisch gesehen. Auch hier hatte Walter Motz Zahlen parat: 2700 DVV-Wanderer aus Hessen hätten im vergangenen Jahr an Wandertagen der EVG teilgenommen, dagegen beteiligten sich nur 1300 EVG-Wanderer an DVV-Veranstaltungen. „Zahlenmäßig hätten wir das gerne ein wenig ausgeglichener“, sagte Motz. Was er damit meint: die EVG profitiere von der Kooperation mehr als der DVV. Am Ende des Monats treffen sich beide Verbände, um über eine Fortführung der Zusammenarbeit zu sprechen. „Ich hoffe, dass das klappt“, sagte Motz. „Schließlich haben alle Wanderer dieselben Ziele.“

von Yanik Schick

Ehrungen

Die Anerkennungsnadel des DVV für langjährige Vereinsmitgliedschaft erhielten Waltraud Erdel, Gerda Majdcinsky, Walburga Neumann (alle Wanderfreunde Hatzbachtal).

Die Verdienstplakette des DVV ging an Eike Erdel (zehn Jahre Vorstandsarbeit), Peter Majdcinsky (mehr als 20 Jahre Vorstandsarbeit, beide Wanderfreunde Hatzbachtal), Karin Seelhof (mehr als 25 Jahre Vorstandsarbeit, Aartal).

Die Verdienstmedaille des DVV erhielten Thomas Ott (Bronze, fünf Jahre Vorstandsarbeit im DVV) und Herbert Eckerth (Silber, zehn Jahre Vorstandsarbeit im DVV).

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