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Vereine sitzen beim Bad mit am Tisch

Stadtallendorf Vereine sitzen beim Bad mit am Tisch

Derzeit wird die Baustruktur des Stadtallendorfer Hallenbades von Experten näher untersucht. Die Ergebnisse werden entscheidend Einfluss darauf haben, wann die Badsanierung beginnt.

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Kinder planschten im Eltern-Kind-Becken, das im Zuge der Sanierung auch neugestaltet werden soll. Archivfoto

Stadtallendorf. Der Planer ist nach einer europaweiten Ausschreibung ausgewählt. Jetzt geht es in Sachen Hallenbadsanierung in eine neue Phase, die baureife Planung entsteht, auf deren Grundlage letztlich die Bauausschreibung und die Sanierung des Bades erfolgen.

Eine Arbeitsgruppe soll neben den Planern dabei nach den Worten von Stadtwerke-Betriebsleiter Giselher Pontow mitreden. Vereine wie die DLRG Stadtallendorf, die Schwimmabteilung des TSV Eintracht Stadtallendorf oder Tauchvereine und Stammkunden gehören dem Arbeitskreis an.

Für Wolfgang Schüddemage, Vertreter der Schwimmabteilung in dem Gremium war die Auftaktsitzung des Arbeitskreises zunächst mal eine „Informationsveranstaltung“.

Pontow hatte dort eine erste Grobplanung vorgestellt. Jene Grobplanung ist aber wohl noch nichts Präsentierbares, an ihr wird sich in den Monaten sicherlich noch einiges verändern. Dann werden auch die städtischen Gremien eingebunden sein.

Stadtallendorfs Hallenbad soll auch nach der Sanierung ein Freizeit- und Sportbad bleiben. Auf dieser Grundlage hat die Stadt auch ihren hohen Zuschuss aus dem Landesprogramm HAI bekommen. „Die Grobplanung entspricht dem, was wir uns in etwa vorgestellt haben“, sagt Leistungstrainer Schüddemage auf Nachfrage der OP. Die ersten Planungen hätten sich gegenüber dem, was im November 2011 erstmals vorgestellt worden war, positiv weiterentwickelt.

Pontow kündigte im Gespräch mit dieser Zeitung an, dass die Arbeitsgruppe wohl künftig 14-tägig zusammenkommen wird. Noch gibt es aber keinen weiteren Sitzungstermin. Bei der ersten Gesprächsrunde gab es laut Pontow auch erste Vorschläge aus den Reihen der Teilnehmer.

Doch derzeit läuft zunächst, ähnlich wie es schon bei der Rathaussanierung geschah, die nähere Untersuchung der Bausubstanz des Hallenbades.

Ihre Ergebnisse dürften die weitere Planung entscheidend beeinflussen.

Doch wann soll die Badsanierung nunmehr beginnen? Pontow hält den Januar nächsten Jahres für realistisch, schränkt aber auch gleich ein: „Das gilt, wenn es nicht zu irgendwelchen Problemen beispielsweise mit der Bausubstanz kommt.“

Einen definitiven Termin gibt es also zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Während der Sanierung, die in der Vergangenheit mal mit einer Dauer von mehr als einem Jahr kalkuliert wurde, müssen die Vereinsschwimmer ausweichen. Pontow hat bei der Bundeswehr den bisherigen Belegungsplan des städtischen Bades als Bedarfsgrundlage angegeben. Bliebe der Plan so, dann gäbe es für die Vereinsschwimmer keine Verschlechterung. Doch das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (früher Standortverwaltung genannt) in Homberg/Efze hat dazu das letzte Wort. Die Bundeswehr will ihr eigenes Bad ebenfalls sanieren, angedacht ist dafür das Jahr 2016, wie der Standortälteste Brigadegeneral Volker Bescht beim jüngsten parlamentarischen Abend bekanntgab. Dann sollen die Soldaten im dann hoffentlich sanierten Stadtallendorfer Bad ihr Schwimmtraining kostenfrei absolvieren können.

7,6 Millionen Euro soll die Hallenbadsanierung nach den bisherigen Kalkulationen kosten, 1,3 Millionen Euro bekommt die Stadt davon aus dem „HAI“-Programm. Ganz im Vordergrund steht dabei die energetische Sanierung des Altgebäudes.

Doch das Bad soll in jedem Fale auch attraktiver werden. So ist an einen neuen Eltern/Kind-Bereich oder den Einbau eines Whirlpools gedacht. Neue Startblöcke wird es geben. Auf dem Weg dahin soll der Arbeitskreis eingebunden werden, auch, wie Pontow sagt, wenn es darum geht, Wünschenswertes vielleicht aus den Planungen streichen zu müssen.

Trainer Wolfgang Schüddemage wünscht sich einen Arbeitskreis „bei dem wir konkret mitarbeiten können, einbezogen werden und eigene Vorschläge unterbreiten können.“ Dazu bräuchten die Teilnehmer natürlich auch das entsprechende Material wie Grundrisse und Pläne.

von Michael Rinde

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