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Vereine beweisen die Vielfalt Ernsthausens

Dorfabend Vereine beweisen die Vielfalt Ernsthausens

Schallenden Applaus und manchen Zugabe-Ruf gab es beim traditionellen Dorfabend in Ernsthausen: Dieser spiegelt nicht nur die Vielfalt des dörflichen Vereinslebens, sondern auch das kulturelle Leben des Ortes wider.

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Die Aerobic-Gruppe des TSV Ernsthausen führte einen Tanz aus dem Musical „Cats“ auf.

Quelle: Karin Waldhüter

Ernsthausen. Dass die Ernsthäuser bei ihrem traditionellen Dorfabend richtig zu begeistern wissen, das zeigten die Akteure an zwei Abenden im Storchennest. Unter der Leitung von Philipp Gatzke bewiesen die jungen Nachwuchsbläser des Posaunenchors, dass sie schon einige schöne Stücke in ihrem Repertoire haben. Sie eröffneten den Premierenabend am Freitag im vollbesetzten Saal mit dem „Alexandermarsch“.

Im Namen der Theatergruppe und aller Vereine hieß Volker Ploch die Besucher willkommen, sprach den Helfern und Akteuren Lob für ihr Engagement aus und stellte Walter Müller heraus, der die Menschen wieder „angeschubst“ habe. Dann folgte ein gelungener Unterhaltungsmix aus Musik, Tanz, Sketchen und Theater, den der Posaunenchor mit bekannten Melodien wie „When I‘m sixty-four“ oder einigen Beatles-Titeln begleitete.

Der Gemischte Chor Ernsthausen trat unter der Leitung von Robert Lauks auf die Bühne und sorgte mit „Sierra Madre del sur“ für den ersten Höhepunkt. Kurzfristig war Klaus Busch mit dem Stück „Alter Schwede“ von Poetry-Slam-Meister Lars Ruppel für seinen erkrankten Sohn eingesprungen und sorgte für Unterhaltung.

50-minütiger dörflichen Schwank

Die Gymnastikgruppe und die Seniorengymnastikgruppe, beide werden von Ingrid Krause geleitet, bekamen für ihre Auftritte viel Applaus. Mit dem bunten „Regentanz“ und schwingenden Regenschirmen überraschte die Seniorengymnastikgruppe das Publikum.

Dass in Ernsthausen nicht alle Katzen grau, sondern tiefschwarz sind, zeigte die Aerobic-Gruppe des TSV Ernsthausen unter der Leitung von Maria Katz, die im Katzenkostüm auftrat und einen Tanz aus dem Musical „Cats“ zeigte. Ein Dorfabend in Ernsthausen wäre kein Dorfabend ohne ein Theaterstück.

Mit „Ein Mann für Rosi“, einem 50-minütigen dörflichen Schwank, löste die Theatergruppe Beifallsstürme aus und sorgte mit einer überzeugenden und beeindruckenden schauspielerischen Leistung für ein weiteres Highlight.

In dem Stück schafft sich Bäuerin Rosi (Regina Debus) lieber noch eine Kuh an, anstatt einen Mann zu heiraten. Doch Schwester Anni (Daniela Trier) und die fesche Traudl (Marina Kann) wollen die trampelige Bäuerin heiraten sehen. Knecht Hubert (Jörg Debus) und Traudls Gatte Anton (Walter Müller) zeigen jedoch, wer die Hosen anhat.

„Habt ihr gesehen, in Ernsthausen haben die Männer doch noch die Hosen an“, ruft Knecht Hubert am Ende des Stücks, das so richtig Fahrt aufnimmt, als die neugierige Nachbarin (Heidi Hauer) in das Geschehen eingreift. Zwei Monate lang hatte sich die Theatergruppe unter der Regie von Susanne Hahn auf das Stück vorbereitet, und hinter den Kulissen unterstützte Diana Müller als Souffleuse die Akteure auf der Bühne.

Zu begeistern wussten auch die „Radstörche“, Anni Schildwächter und Erna Linker, die als Polizist und „Schwälmer Frau“ das Publikum zum Lachen brachten.

Wie man in der Dorfschule Platt lernt, demonstrierte humorvoll der Schützenverein mit Ernst Herrmann Kuhn, Susanne und Annette Hahn, Tim Heinmöller, Diana Müller, Torsten Kuhn und Eric Wehner.

von Karin Waldhüter

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