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Verein wächst während des Festakts

25 Jahre Heimat- und Geschichtsverein Verein wächst während des Festakts

Der Festakt zum 25-jährigen Vereinsjubiläum des Heimat- und Geschichtsvereins war geprägt von einem spannenden Festvortrag, der Ehrung langjähriger Mitglieder und der Unterhaltung durch junge Menschen.

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Klaus Hesse (rechts) ehrte die Jubilare. Links: Die Vereinsvorsitzende Kerstin Ebert.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. Nach dem unvergessenen Wolfgang W. Müller, der leider 2014 verstorben ist, hat Kerstin Ebert vor fünf Jahren den Vorsitz des Heimat- und Geschichtsvereins übernommen. Die junge dynamische Frau hatte sich zwei Ziele gesetzt, sie wollte die Mitgliederzahl auf über 130 Mitglieder erhöhen und junge Leute für den Verein gewinnen. Die Mitgliederzahl hat sie schon mehr als erreicht, mit den jüngeren Mitgliedern hapert es noch ein wenig, aber sie ist auf einem guten richtigen Weg. Sie hat auf die Zusammenarbeit mit der Alfred-Wegener-Schule (AWS) gesetzt und erreicht dadurch die jungen Menschen. Bezeichnend für die ausgezeichnete Zusammenarbeit ist die Aula der ­Schule als Veranstaltungsort und die Umrahmung des Festaktes durch Schülerinnen und Schüler der Schule.

So waren die Besucher begeistert von einer Bläserklasse der Alfred-Wegener-Schule und klatschten gleich zu Beginn zu den Klängen von „When the Saints go Marching in“ begeistert mit. Ein nicht enden wollender Beifall gehörte zum Schluss der Arbeitsgemeinschaft „Darstellendes Spiel der AWS“. Die Schülerinnen und Schüler hatten das Ehrenamt in den Mittelpunkt ihrer kurzen Aufführung gestellt und die heutigen Probleme in der Vereinsarbeit herausgearbeitet. Dabei wurde ihre Performance von der Bläserklasse begleitet.

Lob von allen Seiten

In den Grußworten kam die gute Zusammenarbeit zwischen dem Jubiläumsverein und den Institutionen zum Ausdruck. So lobte Bürgermeister Olaf Hausmann die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und der Schulleiter der AWS, Matthias Bosse, setzte noch eins drauf. „Die Zusammenarbeit kann ich mir nicht besser vorstellen“, sagte er und meinte damit das Miteinander von Stadt, Heimat- und Geschichtsverein und Schule.

Hausmann lobte zudem die vom Verein angebotenen Stadtführungen, die Geschichte erlebbar machen. „Der Verein ist nicht nur nach hinten gewandt, sondern auch in die Zukunft gerichtet“, sagte er. Bosse bezeichnete Kirchhain als kulturellen Mittelpunkt im Ostkreis und stellte den Charme der Stadt an Ohm und Wohra heraus.

Klaus Weber überbrachte als Kreisbeigeordneter die Grüße der Landrätin und als Stadtverordnetenvorsteher die Grüße des Parlaments. Als Vorsitzender des Fördervereins Kirchhainer Kulturdenkmäler stellte er die enge Zusammenarbeit seines Vereins mit dem Heimat- und Geschichtsverein und der Bürgergarde heraus.

Die Zusammenarbeit von Schule und Verein sensibilisiere junge Menschen für die Geschichte der Stadt, sagte die Vorsitzende Kerstin Ebert. Als Beispiel dafür nannte sie die gemeinsam vorangebrachte Verlegung der Stolpersteine zum Andenken an jüdische Familien, die in Kirchhain gelebt haben (die Zeitung berichtete mehrfach). Ihr Zeil sei es, die projektbezogene Zusammenarbeit mit jungen Menschen fortzuführen. Ferner strebe sie für die nächsten fünf Jahre die Zahl von 150 Mitgliedern an.

Namen stehen für das gute Ansehen

Dem Ziel kommt sie mit Riesenschritten näher, denn ihr Stellvertreter Klaus Hesse verkündete die aktuelle Zahl von 137 Mitgliedern, und Hartmut Bosse trat während des Festakts spontan als 138. Mitglied dem Verein bei.

Klaus Hesse übernahm die Ehrung der Damen und Herren der ersten Stunde des Vereins, wobei lange nicht alle zu der Ehrung kommen konnten. Er sagte an die Adresse der Jubilare: „Sie stehen mit ihrer langjährigen Mitgliedschaft und ihrem Namen für das gute Ansehen des Vereins in der Öffentlichkeit.“

Damit meinte er: Elisabeth Fröhlich, Hermann Sauer, Erika Gatzke, Dieter Pelda, Hans Rutz, Friedrich-Wilhelm Prediger, Burkhard Schmidt, Doris Stanzel, Erika Günther, Heinrich Röder, Wilhelm Noll, Egon Dürfeldt, Willibald Preis, Wolfgang Putschke, Klaus Weber, Hans-Christoph Nahrgang, Reinhold Jennemann, Norbert Graf, Rolf Pfeiffer, Hermann Scholl, Eric Behnsen, Rainer Franosch und Anna Ruth Lenardt.

Den Festvortrag hielt Gunter Weißgerber, der in der DDR zu den Gründungsmitgliedern der Leipziger SPD gehörte. Von 1990 bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestags. Sein Thema: „Deutschlands Weg 1989/90 in die Einheit - wo stehen wir heute? Was wird uns die Zukunft bringen?“ Ein sehr interessanter Vortrag aus der Sicht eines Mannes, der die politische Entwicklung in der DDR miterlebt hat und aus seiner Sicht den Weg zur Wiedervereinigung beschrieb. Dabei spannte er den Bogen von der Zeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart und beleuchtete besonders die Veränderung der Parteienlandschaft.

von Klaus Böttcher

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