Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Verein dampft das Kulturspektakel ein

Kultur Verein dampft das Kulturspektakel ein

Das Kulturspektakel wird kürzer, dafür kommen die Schlossfestspiele nach Amöneburg - der Weg scheint frei für einen Kultursommer auf und rund um den Berg.

Voriger Artikel
Mobbing liegt in der Luft
Nächster Artikel
80 Schüler feiern heute ihren Lehrer

Das Lichterfest findet auch im verkürzten Kulturspektakel seinen Platz.Archivfoto

Amöneburg. Als im Sommer das fünfte Kulturspektakel endete, verkündete Michael Richter-Plettenberg als Vorsitzender des ausrichtenden Vereins, es sei an der Zeit, die Veranstaltungsreihe auszubauen. Nun ist klar: Das Gegenteil ist der Fall, dafür kommt Amöneburg dem Ziel näher, einen Kultursommer auszurichten.

Vom 19. Juni bis zum 7. Juli 2013 veranstaltet Depro die Schlossfestspiele erstmals in Amöneburg, entsprechend entschlossen sich die Mitglieder des Vereins Kulturspektakel, die eigene Veranstaltung einzudampfen. „Das heißt aber nicht, dass das Kulturspektakel erledigt ist“, sagt Richter-Plettenberg. Viel eher strebe der Verein an, unter der Marke „Kulturspektakel“ zwischen Mai und September verschiedene kulturelle Angebote zu machen.

Bereits klar ist, dass es im kommenden Jahr am Mittwoch, 5. Juni, mit einem Programm für Kinder losgehen soll. Zwei Tage später beginnt dann das eigentliche verkürzte Kulturspektakel: Zum Auftakt bietet Softeis am Freitag, 7. Juni, sein beliebtes Rockkonzert im Zwinger. Für das Rahmenprogramm ist eine Licht-Klang-Installation geplant - die Details wollen die Vereinsmitglieder wie in den vergangenen Jahren noch nicht preisgeben. Für Samstag, 8. Juni, ist ein Chorkonzert geplant. Und da das in diesem Jahr erstmals ausgerichtete Lichterfest ein voller Erfolg war, soll es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben. „Wir wollen es zum Lichtermeer ausbauen“, kündigt Richter-Plettenberg an und verspricht einen weiteren Höhepunkt, „der in Richtung eines Schattentheaters geht.“

Zum Abschluss am Sonntag, 9. Juni, findet der beliebte Kunsthandwerkermarkt in Verbindung mit einem Familiennachmittag statt. Nicht auf dem Programm steht im kommenden Jahr die ebenfalls beliebte „Nacht der Blasmusik“ - doch an dieser Stelle kommt wieder Richter-Plettenbergs Hoffnung auf einen Kultursommer zum Zug: Es sei denkbar, diese Veranstaltung an einem anderen Termin zum Beispiel auf dem Marktplatz auszurichten. „Kleine und feine Veranstaltungen“ hält der Vereinsvorsitzende für sinnvoll: ein Jahresprogramm, das im gesamten Stadtgebiet stattfinden sollte. Lesungen im Gewölbekeller des Dombäckers oder auf der Wenigenburg oder eine große Kunstausstellung hat Richter-Plettenberg im Sinn und hofft, die Veranstaltungsreihe mit dem Angebot des Brücker Vereins oder der Amöneburger Wirte vernetzen zu können. „Ein großes Jahresprogramm lässt sich auch überregional besser bewerben“, betont er und fasst zusammen: „Unser Ziel muss sein, Amöneburg das Jahr über attraktiv zu halten.“ Das sei wichtig für das Stadtmarketing. „Ich hoffe, wir können ein Kultur-Management etablieren.“

Der Verein Kulturspektakel setzt also zunächst auf den Wiedererkennungswert - die Mitglieder diskutieren aber, wie sie in Zukunft „das Drumherum mit Spezialitäten würzen“ können. Im Haushalt eingeplant ist die Veranstaltungsreihe des kommenden Jahres mit verkleinertem Budget: kostenneutral bei vorgesehenen Ausgaben und Einnahmen in Höhe von 20000 Euro.

Auch das Thema „Überdachung für den Zwinger“ ist noch nicht vom Tisch: Laut Bürgermeister hat die Vereinsgemeinschaft weiterhin Interesse. Geplant ist, im Januar eine Projektgruppe ins Leben zu rufen, die sich mit dem Projekt und den Umsetzungsmöglichkeiten auseinandersetzt.

von Florian Lerchbacher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr