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Verein "Jumpers"sucht Unterstützer

Pläne Verein "Jumpers"sucht Unterstützer

Was Bürgermeister Somogyi aktuell noch nicht gegeben zu sein scheint, ist laut Thomas Peters schon vorhanden: ein sicheres Fundament für die Nutzung der Herrenwaldkirche.

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Vertreter von „Jumpers“ und des Vorstands der evangelischen Kirchengemeinde informierten über ihre gemeinsamen Pläne. Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. Am Ende ist es alles eine Frage des Geldes. Das stellte sich erneut bei einer Infoveranstaltung heraus, die der Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde in Stadtallendorf zur Aufklärung über die weitere Zukunft der entwidmeten Herrenwaldkirche und deren Gemeindehaus organisiert hatte.

Austausch und Ideenentwicklung standen für die Zusammenkunft auf dem Programm. Dazu setzte Pfarrer Peters die Zuhörer im Gemeindezentrum der Liebigstraße über den momentanen Stand der Dinge in Kenntnis. Zu den knapp 25 Personen zählten unter anderem der Kirchenvorstand, Vertreter sozialer Institutionen in Stadtallendorf sowie Christian Somogyi, der extra eine Magistratssitzung hatte ausfallen lassen.

Inzwischen ist sicher: Der angestrebte Verkauf oder eine Verpachtung des ehemaligen Gotteshauses ist nicht realisierbar. Stattdessen steht der gemeinnützige Verein „Jumpers“ bereits in den Startlöchern. Er möchte die leer stehenden Räumlichkeiten ab September mieten und dort allen voran Integrations- und Jugendarbeit leisten (die OP berichtete). Dass es zu einer Einigung kommen wird, hielt Peters am Abend für sehr wahrscheinlich. „Die Grundentscheidungen sind getroffen. Nach den Verhandlungen über den Mietpreis wird es einen Vertragsentwurf geben“, sagte der Pfarrer und betonte die Standfestigkeit der Kooperation: „Jumpers denkt perspektivisch und will sich für zehn Jahre hier engagieren.“ Da es sich bei den Gebäuden um eine Fläche von insgesamt mehr als 800 Quadratmetern handelt, benötige der Verein „in den ersten zwei bis vier Jahren“ definitiv einen Untermieter, der sich an den anfallenden Kosten beteilige. Wie sich während der Gespräche herausstellte, könnte der Verein Lingua Oeconomicus einen Teil dieser Rolle übernehmen. Geschäftsführer Dr. Helmut Wiegand wäre jedenfalls froh, wenn er einen der Räume für vier oder fünf Tage pro Woche, wie bisher, für Integrations- und Sprachkurse nutzen könnte. Und auch die Leiterin des integrativen Horts Evelin Plog zeigte zumindest großes Interesse an einer inhaltlichen Zusammenarbeit mit „Jumpers“ in der Herrenwaldkirche. Diese Frage muss definitiv vor der Vertragsunterzeichnung noch geklärt werden.

Bürgermeister sieht noch viele offene Fragen

Der Leiter und Gründer von „Jumpers“ Thorsten Riewesell gestand ein, dass der Standort für die zurzeit geplanten Angebote noch zu groß sei. „Es wäre eine großartige Ergänzung, wenn sich auch andere sozialdiakonische Gruppen beteiligen würden“, so Riewesell.

Seine eher skeptische Haltung in dieser Causa wahrte indes Bürgermeister Somogyi. Zum jetzigen Zeitpunkt werde ihm nicht vollends die Schlüssigkeit des Projekts ersichtlich. Grundsätzlich lehne er den Plan der Kirchengemeinde nicht ab, „aber eine solche Kooperation braucht stabile Grundlagen. Die sehe ich im Moment noch nicht. Es ist heute noch nicht klar, wie es weitergeht, sondern noch sehr viel offen“, sagte Somogyi.

Angesichts der laut dem Kämmerer bereits vorhandenen vielfältigen Sozialangebote innerhalb von Stadtallendorf werden „wir uns zunächst einmal heraushalten. Erst bei stabiler Arbeit kann sich die Stadt anschließen.“

von Yanik Schick

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