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Verabschiedung per Handschlag

Kunst- und Kulturtage Verabschiedung per Handschlag

"...und abends in die Küsschenshow!" So hatte der Kulturkreis für die A-Capella-Show mit "Ferrari Küsschen" geworben - allerdings nur 30 Besucher für das turbulente Kabarettprogramm gewonnen.

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Guntram Weitzel (Zweiter von links) hatte auf der Bühne sichtlich Spaß.Foto; Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Der Kulturkreis hatte die Veranstaltung im Vorfeld bereits vom großen Saal der Stadthalle in den kleinen Saal verlegt - aber auch dieser blieb erschreckend leer. Die fünf Mitglieder der Gruppe „Ferrari Küsschen“, die aus Hannover angereist war, schien das nicht zu stören. Sie lieferten eine turbulente, mitreißende Show ab, bei der die Besucher voll auf ihre Kosten kamen und begeistert mitgingen.

Die fünf Künstler haben eins gemeinsam: Sie haben tolle Stimmen. In zweimal 45 Minuten Show sangen sie praktisch immer. Während einer von ihnen meist den Solopart inne hatte, lieferten die anderen in der typischen A-Capella-Art die Musik dazu - was sich als Ganzes sehr angenehm und melodisch anhörte.

Sie überzeugten aber nicht nur mit ausgezeichnetem Gesang, sondern sprühten auch noch vor Temperament. Mit humorvollen Sprüchen, wunderbarer Mimik, Gestik und Tanz begeisterten sie ihre kleine Besucherschar und ließen schnell den berühmten Funken überspringen. Die fünf Akteure banden das Publikum oftmals in ihr Programm ein, was dieses dankbar annahmen.

In Guntram Weitzel hatte sich eine der Sängerinnen auch noch genau den richtigen ausgesucht und mit auf die Bühne genommen. Sie sang: „Du hast Glück bei den Frauen, bel Ami.“ Weitzels Humor sorgte derweil dafür, dass er gut in das Programm passte - und er schien selbst begeistert vom Tanz mit den Künstlerinnen. Die Besucher klatschten voller Freude.

Die Künstler sangen vornehmlich deutsche Titel, zeigten aber auch, dass sie englische Titel beherrschen. Die Auswahl reichte von alten Ohrwürmern bis zu moderneren Titeln.

„Bei Ferrari Küsschen ist alles ziemlich schräg“, hatte einer der Sänger zu Beginn gesagt und ergänzt: „Wenn schon schräg, dann richtig.“ Das wollen die seit 13 Jahren bestehende Gruppe zeigen mit einer „Wundertüte voller alter und neuer Melodien“.

Schräg war die Show durch die humorvollen Sprüche und das Theater, das manchmal etwas Klamaukhaftes an sich hatte. Dem Publikum gefiel es jedenfalls.

Die Auswahl der Lieder reichte von Udo Jürgens „Merci“ über Heintjes „Mama“ bis zu einem mitreißenden ABBA-Medley. Die Zuhörer waren so begeistert, dass sie die Künstler nicht ohne Zugaben von der Bühne gehen ließen. Die Darsteller verabschiedeten sich letztendlich von jedem Besucher per Handschlag.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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